Staßfurt l Bei Staßfurts zwei wichtigen Großbaustellen, dem Neubau der Dreifeld-Sporthalle in Nord und dem Feuerwehrhaus in Üllnitz, gibt es Verzögerungen. Das bestätigt Oberbürgermeister Sven Wagner im Volksstimme-Gespräch.

„Die Abläufe an der Sporthalle sind aus ganz unterschiedlichen Gründen nicht so, wie sie geplant waren“, sagt der Stadtchef. Wesentlich dafür ausschlaggebend seien die Lieferung und der Einbau der Tribüne. „Das kann nach derzeitigen Erkenntnissen erst Anfang 2018 erfolgen.“ Außerdem konnte eine beauftragte Firma die Arbeiten an der Fassade nicht durchführen. Sie beinhalten die Wärmedämmung der Stützen, Putz und Anstrich. Sven Wagner sagt, dass dieses Baulos erneut ausgeschrieben werden müsse und die Arbeiten dann im Frühjahr 2018 erfolgen. Bereits im September hatte der Oberbürgermeister den Stadtrat informiert, dass es Probleme mit der Firma gebe, die seit Mai nicht ihren Aufgaben nachgekommen sei. Problematisch ist eine Neuausschreibung deshalb, so der Stadtchef damals, weil die Fördermittel rechtzeitig beim Land abgerechnet werden müssten. Das Rathaus stehe aber mit Magdeburg im Gespräch und weise darauf hin, dass beim Neubau der Halle unter der Verwendung öffentlicher Gelder nicht zuletzt höchste Qualitätsansprüche gelten müssten.

Die Putzarbeiten sind auch das Problem beim neuen Feuerwehrgerätehaus in Üllnitz. Nach Volksstimme-Informationen ist er nicht fachgerecht ausgeführt, zudem ist dafür dieselbe Firma beauftragt, wie bei der Sporthalle. Die Stadt kommentiert das mit dem Hinweis auf die nichtöffentlichen Vergabeverfahren nicht. Das Rathaus wartet aber derzeit auf eine gutachterliche Stellungnahme eines externen Sachverständigen. Danach soll entschieden werden, was am Feuerwehrhaus passiert, so Fachdienstleiterin Susanne Henschke. Die Stadt bleibe aber bei den Terminplanungen, dass die drei Feuerwehren Üllnitz, Glöthe und Förderstedt am 2. Dezember in ihr neues Haus einziehen werden.