Hecklingen l Nachdem 19 Mitarbeiter der Hecklinger Stadtverwaltung vom Gesundheitsamt des Landkreises in Quarantäne geschickt wurden, weil eine Mitarbeiterin der Stadtverwaltung positiv auf das Coronavirus getestet wurde, ist das Rathaus geschlossen. „Wir versuchen, das Nötigste hinzukriegen“, sagte Bürgermeister Uwe Epperlein (Wählergemeinschaft Hecklingen) der Staßfurter Volksstimme am Montag, dass eine Beratung stattgefunden hat, wer im Notbetrieb welche Aufgaben wahrnehmen und was alleine bewerkstelligt werden kann.

Fest steht aber, dass es der Verwaltung nicht mehr möglich ist, den Großteil ihrer Aufgaben ohne Personal zu erfüllen. Daher seien Gespräche mit dem Kreis geführt worden, wie mit der Situation umzugehen sei, so Epperlein. „Wir haben außerdem eine Anfrage im Rathaus in Staßfurt um kommunale Nachbarschaftshilfe gestellt.“ Hecklingen erhofft sich Unterstützung.

Denn im Moment sind in der Kleinstadt weder Einwohnermeldeamt noch Standesamt besetzt. „Wir haben derzeit eine außergewöhnliche Situation“, sagte der Rathauschef. Indes hat sich ein weiterer Corona-Fall unter den Mitarbeitern der Stadtverwaltung in Hecklingen bestätigt. Das musste das Stadtoberhaupt darauf angesprochen gestern bekräftigen.

Ein Großteil der in Quarantäne befindlichen Mitarbeiter sei aber negativ getestet worden, sagte er ergänzend. In ihrem Fall will er jetzt mit dem Gesundheitsamt in Bernburg Gespräche führen, ob möglicherweise eine Verkürzung der Quarantäne-Zeit als Ausnahme möglich ist, damit die Verwaltung ihren Betrieb so schnell wie möglich wieder aufnehmen kann. Außerdem hat die Stadt schon am Freitag alles vorbereitet, um auf den seit gestern geltenden zweiten Lockdown vorbereitet zu sein. „Unsere Turnhallen sind wieder geschlossen und dürfen nicht mehr genutzt werden“, sagte der Bürgermeister. An den Gebäuden habe die Stadt Aushänge angebracht. Dort stehe alles drin.

Epperlein selbst ist seit Anfang vergangener Woche krank, aber nicht wegen Corona, und organisiert dringliche Entscheidungen von zuhause. Er hat sein Telefon im Rathaus wegen der Notlage auch auf sein Handy umgelegt.