Tarthun l Das hat der Gemeinderat kürzlich bei nur einer Enthaltung beschlossen. Er beauftragte die Verwaltung damit, entsprechende Fördermittelanträge für ein weiteres touristisches Ausflugsziel in Tarthun für den Bauzeitraum von 2018 bis 2019 zu stellen und die erforderlichen denkmalschutzrechtlichen Genehmigungen einzuholen. Darüber hinaus soll sie Angebote für die notwendigen Planungsleistungen vorlegen.

Voraussetzung für die Umsetzung dieses Projektes sei, dass Gelder fließen, „denn das wird nicht ganz billig“, sagte Bürgermeister Peter Fries (CDU). Das Vorhaben könne die Kommune nur dann in Angriff nehmen, wenn eine Finanzierung möglich sei, sagte der Bürgermeister unter Hinweis auf die angespannte Finanzsituation der Gemeinde. Deshalb sollen Zuschüsse aus dem Leader-Programm beantragt werden. Es gehe bei der Abstimmung des Rates noch nicht um einen Beschluss zur Umsetzung, sondern lediglich um eine Willensbekundung für die Planung und die Kosten-ermittlung, stellte Fries klar.

Denkmalschutz

„Der ehemalige Wasserturm, der Anfang der 1930er Jahre erbaut wurde, gehört der Gemeinde und steht unter Denkmalschutz“, sagte der Bürgermeister. Für den dauerhaften Unterhalt müsse die Kommune aufkommen.

„Das ist eine schöne Sache. Wenn der Turm, der total entkernt werden und ein neues Dach erhalten muss, als Aussichtspunkt fertig ist, hat man von dort oben einen schönen und weiten Blick“, sagte der Bürgermeister.

„Das bisschen, was wir haben, müssen wir erhalten.“

Er könnte sich auch vorstellen, dort die wechselvolle Geschichte der ehemaligen Gemeinde Tarthun, die jahrzehntelang stark von der Industrie und vom Bergbau geprägt war, dort zu dokumentieren.

Fördermittel

„Ohne Angebote kann man sich nicht um Fördermittel bewerben“, sagte der Bauamtsleiter der Verbandsgemeinde Egelner Mulde, Gerald Schierhorn, der zugleich Vorsitzender der lokale Aktionsgruppe der Leaderregion „Börde-Bode-Auen“ ist.

Vor seinem Ausscheiden aus dem Gemeinderat sprach sich Norman Zergänge (CDU-Fraktion), der inzwischen Vorlesungen an einer Universität in Groß Britannien hält, als Befürworter eines solchen Projektes aus. „Das bisschen, was wir haben, müssen wir erhalten“, sagte er und legte seinen ehemaligen Ratskollegen dringend ans Herz, daran festzuhalten.

Zu den Befürwortern dieses Vorhabens gehört auch Michael Kieler (CDU-Fraktion). Dadurch erhalte man dann eine Attraktion mehr für die Gäste des Schullandheimes im Tarthuner Wöhl, sagte er.

Der ehemalige Wasserturm des damaligen Schachtes Brefeld in der Friedrich-Engels-Straße liegt etwas versteckt. Er gehört zu den insgesamt neun Kulturdenkmalen der Gemeinde Bördeaue im Ortsteil Tarthun.