Brumby l Aus Gabriele Schlichting sprudelt es nur so heraus, wenn die Hecklinger Stadtjugendpflegerin über das Projekt „Kinder- und Jugendwerkstatt“ spricht. „Wir haben ganz viele Ideen und ganz viel vor.“ Die Werkstatt soll kein Ort sein, in einem der Clubs. Sie soll vielmehr die Orte der Stadt verbinden, Kinder- und Jugendliche aus Hecklingen, Schneidlingen, Groß Börnecke und Cochstedt zusammenführen. „Verschiedene Aktionen sind geplant, bei denen die Teilnehmer ihren Interessen und ihren Talenten nachgehen können.“ Gabriele Schlichting nennt Kurse für Graffitikunst, Filzen, Flechten, das Bearbeiten von Specksteinen, Töpfern. Wer Bewegung mag, soll bei Zumba so richtig auf seine Kosten kommen. Und auch die Musik kommt nicht zu kurz. Das und noch viel mehr will die Werkstatt vereinen. Über das gesamte kommende Jahr in den verschiedenen Einrichtungen oder den Sporthallen der Ortsteile. Gute Erfahrungen hat man bereits bei einem Zirkusprojekt in diesem Jahr gesammelt, dass überallhin tourte.

Sparen

Bei den kreativen Ansätzen allein soll es nicht bleiben. Doch das Geld setzt Grenzen. Hecklingen muss wie viele andere Städte und Gemeinden sparen. Dort, wo nicht kommunale Haushalte nicht konsolidiert werden müssen, bleibt die Jugendarbeit freiwillige Aufgabe, ihre finanzielle Ausstattung limitiert. Das Geld, das zur Verfügung steht, wie Jugendpauschalen der Landkreise, werde für Sach-, zum Teil Personal- und Betriebskosten eingesetzt. „Für zusätzliche Projekte müssen Fördertöpfe und Sponsoren gefunden werden“, sagt Gabriele Schlichting. Antragstellung uns Suche seien aufwendig. Nie wisse man in den Planung, ob das Geld auch wirklich komme.

Genau da setzt die Weihnachtsspende der EMS 2017 an. Projekte von 29 Jugendeinrichtungen werden mit 12.000 Euro unterstützt. „Wir haben uns bewusst für die Clubs entschieden, will wir wissen, dass Kommunen oder freie Träger für besondere Vorhaben selten finanzielle Spielräume haben“, sagt EMS-Geschäftsführer Jens Brenner bei der Übergabe der Spendenschecks. Wünsche gebe es sicherlich viele, „facettenreich und spannend“. „Gewiss wird es uns nicht gelingen, alle Träume bis ins Detail zu verwirklichen. Wir sind uns jedoch sicher, dass manche Dinge schon jetzt realisiert werden können, beziehungsweise die Kinder und Jugendlichen den anderen Zielen ein großes Stück näher gekommen sind“, gibt sich Jens Brenner optimistisch.

Tradition

Die EMS-Weihnachtsspende wird seit 2007 ausgeschüttet. „Eine schöne Tradition vor dem Fest“, so der Geschäftsführer. Man verzichtet auf die Versendung großer Weihnachtspräsente an Geschäftspartner. Stattdessen werden lokale Initiativen gefördert. Auf diese Weise konnten in den zurückliegenden Jahren bereits vielfältige Aktivitäten von Kindertagesstätten, Schulen, Nachwuchsorganisationen von Freiwilligen Feuerwehren, dem Technischen Hilfswerk und Rettungsdienst sowie der sozialpädagogischen Familienhilfe unterstützt werden. Die EMS ruft auf, sich mit Ideen aussagekräftig zu bewerben. 2016 gingen jeweils 650 Euro an 15 Heimatvereine.