Güsten l „Es ist alles in die Wege geleitet“, erklärt Helmut Zander, auf das unbequeme Thema mit den drei geplanten Wipperbrücken angesprochen. Diese Bauwerke bestimmten die öffentliche Diskussion verstärkt das ganze zurückliegende Jahr über.

War zuletzt von der „Kowwerbrücke“ als erstes Bauwerk in der Reihe der Abarbeitung die Rede, stecke man alle Kraft jetzt in die Verbindung zwischen Amesdorf und Warmsdorf. Die Ertüchtigung der Fußgänger- und Fahrradbrücke erfolge bereits in einem Ilberstedter Unternehmen, informiert der Bürgermeister weiter.

Angebote für den Tiefbau

So richtig glauben mag das in den Wipperdörfern niemand, wie erst bei der Seniorenweihnachtsfeier am Dienstagabend in Warmsdorf wieder deutlich wurde. Das Thema Brücken mag schon niemand hier mehr hören, geschweige denn einen Kommentar dazu abgeben. Schließlich sollte die Verbindung bereits zur Warmsdorfer 1000-Jahr-Feier genutzt werden können. Die fand im August statt.

Am Dienstag war nun auch Termin für die Submission – das heißt, Ende der Auftragsangebote – für die Tiefbauarbeiten. Unter anderem zur Herstellung der Widerlager.

Bei der nächsten Stadtratssitzung am Montag, 10. Dezember, ab 18 Uhr, soll dazu ein Beschluss gefasst werden.

Frage des Wetters

Der erwähnte Metallbaubetrieb in Ilberstedt steht derweil schon in den Startlöchern. „Wenn der Tiefbau dann abgeschlossen ist, würden wir uns anschließen – wenn es das Wetter erlaubt“, sagt Volker Schreiber. Der Inhaber gleichnamiger Firma hat sich auf jeden Fall gefreut über den Auftrag, die Längenanpassung der gebrauchten Brücke vornehmen zu dürfen. „Schön, wenn in der Nachbarschaft an die Firmen in der Umgebung gedacht wird.“ Schreibers Leute werden die dreiteilige ehemalige Haberlandbrücke aus der Nähe von Pretzien nun für die Wipperüberquerung und eine Länge von 15 Meter vorbereiten. Die Bauteile waren vergangene Woche nach Ilberstedt transportiert worden. Das davon übrige Segment wird für die „Kowwerbrücke“ am Flutmuldenwehr zwischen Güsten und Osmarsleben verwendet.

Das Laubgrün der Stahlbrückenkonstruktion, die mit Riffelbohlen belegt ist, bleibt erhalten.

Zum größten der drei Brücken-Vorhaben der Stadt Güsten, die Wipperbrücke im Verlauf der Karl-Marx-Straße in Osmarsleben, sagte Bürgermeister Helmut Zander, dass er dazu weitere Gespräche mit dem Landkreis, dem Amt für Flurneuordnung und Forsten sowie dem Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft vor Ort geführt habe.

Eine Antragstellung im dritten Anlauf müsse bis 1. März 2019 erfolgen. Hauptproblem hierbei sei eine erneute Kostenermittlung, man müsse mit einer Kostensteigerung von 30 Prozent rechnen.