Westeregeln l Angeregt hatte das Treffen Ehrenzieglerin Christine Urbat. Sie gehörte zu denen, die die Anmerkung von Vereinschef Andreas Beaugrand im Jahresbericht, die für viel Wirbel gesorgt hatte, nicht gut fand. Dort hatte er erklärt: „Als ebenso schwierig erweist sich das Abdriften auch der Wester-egelner Bevölkerung in nationalistische, manchmal sogar nationalsozialistisch anmutende Dunstkreise von AfD und sogenannten Reichsbürgern.“ Das war im Dorf auf Kritik gestoßen. „Das war schief angekommen“, sagte Marlies Hildebrandt.

Inzwischen hatte Andreas Beaugrand die Westeregelner um Verzeihung gebeten. In der Mitgliederversammlung sprach er von einer Ungeschicklichkeit, die er begangen habe. „Die Leute im Dorf haben mir heute gesagt, sie nehmen mir das nicht übel“, sagte der Vereinschef. Er bat die Mitglieder deshalb darum, einen Schwamm über die Angelegenheit zu legen und sich auf die Vorbereitung der Veranstaltungen des laufenden Jahres zu konzentrieren.

Äußerungen "deplatziert"

Christine Urbat sagte: „Im Zusammenhang mit unserer Erfolfgsbilanz des vergangenen Jahres hatte ich die Äußerungen von Andreas als deplatziert gesehen. Mit der Diskussion wurde die Angelegenheit in die richtige Richtung gelenkt.“ Die Ehrenzieglerin gab zu, dass sie Angst gehabt hatte, das Ganze könnte dem Renommee des Vereins schaden.

„Jetzt steht nichts mehr im Raum“, sagte Christine Urbat und fügte mit Blick auf Andreas Beaugrand hinzu: „Kompliment, du hast das auf den richtigen Punkt gebracht. Das hätte noch nicht einmal ein Politiker gemacht. Wir gehen gestärkt aus der Diskussion hervor.“ Jetzt werde man sich wieder auf das Ziel des Vereins konzetrieren, alles dafür zu tun, dass dieses einzigartige Denkmal erhalten bleibt.

Auch Karl-Heinz Schreiber stellte am Ende erfreut fest: „Die Sache ist bereinigt. Jetzt machen wir den Deckel drauf.“