Egeln l Als sich der Festumzug wenige Minuten nach 10 Uhr am Sonnabend in Bewegung setzte, wurde die Innenstadt planmäßig abgesperrt. Gut 400 Einwohner beteiligten sich an dem Umzug, der auf die Wasserburg führte. Das vielfältige Leben in der kleinen Bördestadt spiegelte sich in den Bildern des Umzuges wider.

Auf der Wasserburg feierten die Bürger anschließend das Stadtjubiläum weiter. Als die Fahrzeuge abgefahren und sich die Teilnehmer des Umzuges verstreut hatten, startete das Unterhaltungsprogramm. Bürgermeister Reinhard Luckner hatte sichtlich Mühe, mit seinen Amtskollegen aus den Partnerstädten die Veranstaltungen zu besuchen. Neben Peter Weiken aus der Partnerstadt Rüthen waren ebenso die Bürgermeister Darimin Conffiad aus dem französischen Mûrs-Erigné sowie Amtskollege Pavel Ceskas aus dem tschechischen Bzenec angereist.

Zwei Festplätze

Neben der Wasserburg hatten sich ebenso die Schützen des Schützenvereins Bleckendorf der Stadt Egeln auf das Fest vorbereitet und an der Jahnhalle einen weiteren Festplatz eingerichtet. Hier feierten sie ihr Schützenfest mit den Bürgern. Immer wieder pendelten die Besucher zwischen den beiden Plätzen.

Bilder

Am frühen Nachmittag gaben der Rüthener Kammerchor zusammen mit dem Gemischten Chor Egeln ein gemeinsames Konzert in der Stadtkirche. Das Publikumsinteresse war dabei sehr groß. Fast zeitgleich gab es auf der Wasserburg ebenfalls mundgemachte Musik. Am Tag zuvor hatte Sebastian Pfarre mit den vielen Gästen der Partnerstädte einige Lieder eingeübt. Unter dem Titel „Musik verbindet“ ließen die Teilnehmer des Workshops die Lieder dann am Sonnabend auf der Wasserburg hören. Hier konnte sich jeder beteiligen, der Lust zum Singen mitbrachte. Anschließend sorgten die emsigen Mitglieder des Fördervereins der Wasserburg für eine spannende Stunde. Die Geschichte der Kleinstadt in Bildern hatten sie einstudiert.

Museumsleiter Uwe Lachmuth, als Pater verkleidet, führte durch die Epochen der Geschichte. Angefangen von den Urmenschen bis in die Gegenwart reichte die Darstellung. Das Publikum war von der Aufführung so ergriffen, dass es anschließend stehende Ovationen für die Vereinsmitglieder gab.

Bis in die Nacht gefeiert

Nach einer kurzen Pause ging es am frühen Abend gleich weiter. Die Magdeburger Gruppe Good Times, die regelmäßig auf der Egelner Wasserburg probt, hatte der Stadt ein Konzert zugesagt. Die Besucher zeigten sich von der Musik der Gruppe begeistert. Bis in den späten Abend unterhielten sie die Festbesucher. In der Dunkelheit gab es vor Mitternacht zudem noch ein Höhenfeuerwerk über der Kleinstadt.

Gestern ging das Fest weiter. Zunächst gab es auf der Wasserburg unter freiem Himmel einen ökumenischen Gottesdienst. Anschließend lud die Stadt die Bürger zum Frühschoppen ein. Am späten Nachmittag sollte die Veranstaltung mit dem Auftritt von Capriccio ausklingen. Die Dessauer Musiker sind in der Stadt bekannt und gleichermaßen beliebt. Schon am Sonnabendabend zog Egelns Bürgermeister eine positive Bilanz des Stadtfestes. Die Veranstaltungen seien sehr gut gelungen und sehr gut besucht, freute er sich über eine super Sause für eine 1075-Jährige.