Hecklingen l Der Gedenkstein für die Kriegsopfer in Hecklingen soll einen neuen Platz bekommen. Darüber diskutierten die Hecklinger Ortschaftsräte unter anderen in der jüngsten Sitzung am Mittwochabend im Sitzungssall im Rathaus. Die Hecklinger Schützengilde habe dazu ihr Einverständnis gegeben, so die Vorsitzende des Stadtrates Christine Kern (Wählergemeinschaft), die Ortsbürgermeisterin Elke Atzler eingeladen hatte. An diesem Denkmal versammeln sich die Schützen traditionell zum Volkstrauertag, um den Opfern des Krieges zu gedenken. Der Stein stehe jedoch ungünstig – gegenüber der Altkleider und Glascontainer neben der Busenthaltestelle –, so Atzler. „Es geht uns darum, dem Gedenkstein ein würdiges Ambiente zu geben“, erläutert die Ortsbürgermeisterin. Jeder, der schon einmal an der Veranstaltung am Volkstrauertag teilgenommen habe, wisse, wie beschämend das Umfeld dort sei. „Inzwischen hat die Veranstaltung der Schützen ein gewisses Niveau erreicht“, so Atzler weiter.

Umsetzung auf Friedhof

Um den Gedenkstein aufzuwerten, soll das Denkmal nun auf den Hecklinger Friedhof gesetzt werden. Die Stadt hatte für die Erhaltungsmaßnahme der Kriegsgräber Fördermittel beantragt. Nun seien rund 12 000 Euro dafür bewilligt worden, informierte Bürgermeister Uwe Epperlein (Wählergemeinschaft) in der Sitzung. Im Zuge dieser Maßnahme solle auch gleich der Stein mit in das Projekt integriert werden, denn das Denkmal sei ebenfalls den Kriegsopfern gewidmet. Atzler: „Für diese Veranstaltung wäre dann auch die Trauerhalle auf den Friedhof nutzbar.“ Denn in den vergangenen Jahren haben die Teilnehmer oft in einer Pfütze gestanden, weil es geregnet hatte. Das Vorhaben mit den Kriegsgräbern und dem Gedenkstein werde zu 100 Prozent aus Fördermitteln finanziert, fügte Fasel hinzu. Es müsse nur ein Kostenvoranschlag eingeholt werden.

Unter anderem informierte die Verwaltung an diesem Abend über eine Möglichkeit, weitere Fördermittel aus dem „Stark V“-Programm zu beantragen. Das Förderprogramm „Sachsen-Anhalt Stark V“ unterstützt Kommunen bei der Erfüllung ihrer Pflichtaufgaben. Dieses Förderprogramm hilft finanzschwachen Kommunen, in die Modernisierung ihrer Infrastruktur zu investieren. Finanziert wird es aus Mitteln des Bundes und des Landes Sachsen-Anhalt. Die beiden Schwerpunkte der Förderung liegen zum einen bei der Infrastruktur und zum anderen bei der Bildungsinfrastruktur.

Geld für Schulen

Besonders interessant sei dabei, dass es sich um einen nicht rückzahlbaren Zuschuss in der Höhe der Ausgaben handele, so Fasel weiter. „Es muss jetzt überlegt werden, ob das Geld für die Schulen in Hecklingen oder für andere Projekte eingesetzt werden soll.“ Die Räte positionierten sich mehrheitlich dafür, die Mittel im Falle einer Förderung für die energetische Sanierung der Schulen in Hecklingen zu verwenden. Insgesamt könne die Kummone nach Rachtlininien des Landes bis zu 690000 Euro beantragen.