Zerstörung

500 Euro Belohnung

Erste Schmierereien am neu gestalteten Haus auf dem Benneckeschen Hof. Der OB reagiert.

Von Daniel Wrüske

Staßfurt l Nicht einmal eine Nacht hat das Funktionsgebäude auf dem Benneckeschen Hof nach seiner Neugestaltung unbeschadet überlebt. Am Freitag war offizielle Übergabe des mit Motiven aus der Stadtgeschichte verzierten Gebäudes (Volksstimme berichtete). In der Nacht zu Sonnabend beschmierten Unbekannte Wände und Rahmen mit kleinen Schriftzügen und traten ein Fenster ein. Montagmorgen haben Mitarbeiter der Stadt weitere Schäden festgestellt. Täter haben das Glas einer Lichtstele eingeschlagen und die Stromkabel aus der Erde herausgerissen.

Dem Oberbürgermeister platz angesichts dieser neuerlichen Sachbeschädigung der Kragen. Er will das Geschehene nicht einfach nur „traurig kommentieren“, sondern etwas unternehmen.

Der Stadtchef will nicht weiter einfach nur zusehen. Er hat eine Belohnung von 500 Euro ausgesetzt für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen. Zeugen können sich an die Polizeidienststellen und an das Ordnungsamt (Telefon: 03925/981420 oder 981460) wenden. Sven Wagner zeigt sich schockiert über die Dreistigkeit der Verursacher. „Hier sind mit viel Aufwand, Zeit, Engagement und nicht zuletzt mit großen Geldmitteln Werte geschaffen worden, die die Stadt verschönern und die Staßfurter erfreuen. Doch einige Wenige scheint das nicht zu beeindrucken. Fast skrupellos lassen sie ihrer Gewalt freien Lauf.“ Die Schäden, und das müsse den Tätern bewusst sein, würden nicht nur die Verwaltung, die immer wieder für die entstandenen Kosten aufkommen müsse, treffen. Jeden, so Sven Wagner, dem ein sauberes Staßfurt und eine lebenswerte Heimatstadt am Herzen liege, werde durch diesen Vandalismus angegriffen.

Indes bringt der Stadtchef das Thema Videoüberwachung erneut ins Gespräch. In Staßfurt ist das bisher aus Kosten- und aus juristischen Gründen gescheitert. Fallzahlen fehlten. „Ich lasse derzeit durch die Verwaltung und in Absprache mit übergeordneten Behörden prüfen, an welchen Plätzen Videoüberwachung rechtlich erlaubt und sinnvoll ist.“ Er selbst sei ein „Freund dieses Instrumentes, mit dem ganz sicher Straftaten verhindert werden können“, so der Oberbürgermeister. Aus ersten Angebotsprüfungen wisse er, dass die Installation entsprechender Technik mit großen Kosten verbunden sei - für die Stadt wegen der Haushaltslage kein einfaches Thema. Trotzdem: „Jedes Jahr beklagen wir Schadenssummen im fünfstelligen Bereich, für deren Behebung wir auch aus dem Etat Geld aufbringen müssen. Besonders die Fußgängerbrücke am Bahnhof gerät permanent in den Fokus von Sachbeschädigern.“