Üllnitz l Zwar müssen sich die Badegäste am Albertinesee noch etwas gedulden, aber das hat auch sein Gutes: Die Verschiebung der Saisoneröffnung, die sonst immer Mitte Mai stattfindet, hat ihre Vorteile. Denn das Bad wird jetzt in wichtigen Teilen frisch saniert.

Geldsegen für Freibad

Geplant ist die Eröffnung der Badesaison am 1. Juni. Hintergrund ist der plötzliche „Geldsegen“, mit dem das Bad vom Staßfurter Stadtrat „überschüttet“ wurde. Die Förderstedter CDU hatte nämlich vorgeschlagen, 50 000 Euro in das Freibad zu investieren. Bereits 2017 schaute sich die Fraktion die veraltete Anlage vor Ort an und forderte Investitionen. Damit war der Rest des Stadtrats einverstanden und sprach dem Bad das Geld für 2018 zu.

„Wir sind wirklich sehr froh, dass wir dieses Geld zur Verfügung haben“, sagt Ina Siebert, Freibadverantwortliche in der Stadtverwaltung. Mit diesem Geld kann man etwas machen. Dabei spielt es keine Rolle, ob jetzt die Stadt Staßfurt selbst Betreiber der Bades oder wie früher ein Unternehmer als Pächter auftritt, denn die Stadt ist immer für Investitionen in das Objekt verantwortlich. Dem letzten Pächter hatte die Stadt 2017 gekündigt.

Eröffnung später

„Da die Reparaturarbeiten noch laufen, eröffnen wir erst am 1. Juni“, erklärt Ina Siebert weiter. Genauer geht es um das Freibadgebäude, wo sich Ausschank für Imbiss und Sanitäranlagen befinden. Dort wird zur Zeit neu gefliest, die Wände werden frisch gestrichen. Der veraltete Toilettentrakt wird gleichzeitig saniert. Auch der Ausschank des Imbiss bekommt eine Frischekur. Nach den Bauarbeiten soll das kleine Gebäude einladender auf die Badegäste wirken.

Das Team vom Strandsolbad ist nun ebenfalls für den Albertinesee verantwortlich. Die Rettungsschwimmer aus Staßfurt werden ab 1. Juni regelmäßig auch in Üllnitz zu sehen sein. Die Mitarbeiter um Schwimmmeister Frank Kowalzik wurden wegen der nun zwei Freibäder aufgestockt: Neben ihm und zwei Vollzeitkräften für die Saison, die sich um alles kümmern, kommen am Wochenende Rettungsschwimmer bei Bedarf hinzu. Hier sucht die Stadt immer noch nach Aushilfe, denn das Personal ist knapp bemessen.

Die notwendigen Prüfungen durch Behörden hat der Albertinesee schon bestanden: Der Fachdienst Gesundheit des Salzlandkreises prüft alle Freibäder und „Einrichtungen im Gesundheits- und Sozialwesen und alle Gemeinschaftseinrichtungen“, ob die gesetzlichen Anforderungen zur „Hygiene und der Verhütung und Bekämpfung übertragbarer Krankheiten“ eingehalten werden, erklärt Alexandra Koch als Sprecherin des Salzlandkreises. In diesem Sinne werden jedes Jahr Badeanstalten, Camping- und Zeltlagerplätze und öffentliche Toiletten angeschaut.

Behörden geben Okay

Bereits bei der Kontrolle für die Badesaison 2017 gab es am Albertinesee „nur geringfügige Gründe für Beanstandungen, die umgehend beseitigt worden sind“, so Alexandra Koch.

Auch die Badegewässerverordnung des Landes Sachsen-Anhalt schreibt einen jährlichen Test zur Qualität der Badegewässer vor. Am 3. Mai in diesem Jahr hat das Gesundheitsamt des Salzlandkreises eine Wasserprobe am Albertinesee genommen und kam zum Ergebnis „ausgezeichnet“ - die Bestnote.