Sperrungen

Anlieger-Ärger in Staßfurt-Nord, weil Baustelle ruht

Wenn Leitungen in einer Straße verlegt werden müssen, sind Sperrungen meist nicht auszuschließen. Ärgerlich wird es für Anlieger aber, wenn die Bautätigkeiten längere Zeit ruhen.

Mit der Straße der Völkerfreundschaft in Staßfurt-Nord ist eine stark frequentierte Verbindung gesperrt. Anlieger stört besonders, dass sich seit zwei Wochen nichts auf dieser Baustelle rührt.
Mit der Straße der Völkerfreundschaft in Staßfurt-Nord ist eine stark frequentierte Verbindung gesperrt. Anlieger stört besonders, dass sich seit zwei Wochen nichts auf dieser Baustelle rührt. Foto: Falk Rockmann

Falk Rockmann - Staßfurt/Löderburg

„Ich habe ja Verständnis, wenn im Winter nicht gebaut werden kann“, beginnt Hubert Kreutzmann, seinen Ärger zu beschreiben. Er wohnt an der Straße der Völkerfreundschaft in Staßfurt-Nord, die seit Oktober vergangenen Jahres Stück für Stück aufgerissen wird.

Mittlerweile sind die Arbeiten in den Bereich des Jugend- und Bürgerhauses vorgerückt. „Und wenn die Bauarbeiter da sind, geht es auch gut vorwärts“, so Kreutzmann. Doch seit zwei Wochen herrsche Ruhe auf der Baustelle. Und das sei eben ärgerlich.

Der Staßfurter verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass der Verkehr, der sich sonst vorm Bürgerhaus teilt, gegenwärtig komplett gen Norden ins Wohngebiet geführt wird. Der Anlieger will wissen, wie lange er und seine Nachbarn dadurch noch über Gebühr mit Verkehrslärm und Abgasen belastet werden. „Warum werden die Arbeiten auf der Baustelle nicht fortgesetzt?“ Zudem interessiere, wie weit und wie lange die Arbeiten noch gehen.

Stadtverwaltung verweist auf Wasserzweckverband

Die Stadtverwaltung reagierte auf eine entsprechende Nachfrage mit dem Verweis auf den Wasser- und Abwasserzweckverband (WAZV) Bode-Wipper, der in besagter Straße tätig sei.

Aus Löderburg kamen in der Vergangenheit wiederholt ähnliche Fragen wie aus Staßfurt-Nord. Denn auch im Nachbarort war und ist große Ausdauer gefragt. Die haben die Bewohner des Wohngebiets zwischen Herrmann-Kasten-Straße und Straße der Einheit jedenfalls bewiesen. Seit 2015 wurden dort im großen Umfang quasi auf allen Straßen des Quartiers Wasserleitungen, Schmutz- und Regenwasserkanäle verlegt – bis hinter zum Löderburger Sportplatz.

Zurzeit ist noch die Karlstraße aufgerissen und befindet sich in Arbeit.

Zum Komplex Löderburg erklärt WAZV-Geschäftsführer Andreas Beyer, dass es sich dort um ein Vier-Millionen-Euro-Projekt handelt, welches nicht innerhalb eines Jahres umgesetzt werden könne.

Mittlerweile handele es sich um den 5. Bauabschnitt.

Nächste Baumaßnahmen in Staßfurt-Nord

Beyer zur Maßnahme in Staßfurt-Nord: „In diesem Bereich wird zurzeit in mehreren Bauabschnitten der Schmutzwasser-Kanal saniert – aktuell rund 320 Meter mit einem Volumen von rund 160000 Euro. Aufgrund der Gegebenheiten vor Ort mussten zusätzliche Schächte gesetzt werden, die momentan in Lieferung sind. Sobald die Lieferung erfolgt ist, geht’s dort weiter.“

Geplant seien derweil in Staßfurt-Nord noch Arbeiten im Bereich Schmutzwasser-Kanal in der Straße der Elektronik auf einer Länge von 150 Meter, was einer Investition von 100000 entspricht, sowie im Friedrich-Engels-Ring ebenfalls ein 160 Meter langer Schmutzwasser-Kanal für 95000 Euro.

In Löderburg ist momentan die Karlstraße gesperrt. Der Wasser- und Abwasserzweckverband ist im Bereich des Plattenbauwohngebiets seit 2015 intensiv aktiv in der Verlegung von Leitungen.
In Löderburg ist momentan die Karlstraße gesperrt. Der Wasser- und Abwasserzweckverband ist im Bereich des Plattenbauwohngebiets seit 2015 intensiv aktiv in der Verlegung von Leitungen.
Foto: Falk Rockmann