Grauthoff-Gruppe engagiert sich seit 20 Jahren in Güsten

Astratürenwerk feiert mit Belegschaft und Familien große Jubiläumsparty

Von Falk Rockmann

Zu einer "After-Work-Party", man könnte es auch Betriebsvergnügen nennen, waren alle 240 Mitarbeiter, deren Familien und ehemalige Türenbauer am vergangenen Freitagabend in das Astratürenwerk eingeladen. Und das aus gutem Grund: Das zur Grauthoff-Gruppe gehörende Familienunternehmen engagiert sich seit nunmehr 20 Jahren in Güsten. Und das nicht nur als Türenbauer.

Güsten. "Wir wollen\'s ordentlich krachen lassen", sagte Wolfgang Grauthoff, jüngster Sohn des Senior-Chefs Heinrich Grauthoff, vor der großen Belegschaft. Für die Feier war die Überdachung als Saal hergerichtet worden, die zwei Werkhallen miteinander verbindet.

Das Familienunternehmen war gleich nach der Wende nach Güsten gekommen und hatte den ehemaligen Holzbau auf Vordermann gebracht. "Wir sind damals nicht nach Güsten gekommen, nicht weil hier so schöne Gebäude und Maschinen standen", erinnerte Grauthoff Junior an die Zeit der Vertragsunterzeichnung mit der Treuhand, "sondern, weil wir hier so viele glänzende Augen vorgefunden haben. Die Mitarbeiter waren schon immer ein eigener Innovationsmotor. Es gab keinen einzigen PC oder kein einziges Handy. Die Werkhallen waren nicht miteinander verbunden. Zwei Kunden hatten wir."

Die Verträge waren für 120 Mitarbeiter unterschrieben. Aufträge lagen aber nur für 80 vor, so Wolfgang Grauthoff. Heute sind es 240 Mitarbeiter.

Die Entscheidung, von Mastholte nach Güsten zu gehen, sei von Mitbewerbern belächelt worden. Auch, dass man auf die Herstellung von Kunststofftüren setzte. Drei von hundert waren vor 20 Jahren Kunststofftüren. Heute ist es die Hälfte der Produktion, die das Güstener Werk als solche verlassen.

Der Juniorchef nannte noch einige beeindruckende Zahlen der Erfolgsgeschichte Astratüren, über die die Volksstimme in einem weiteren Beitrag auf der lokalen Wirtschaftsseite am Donnerstag berichten wird.

Zur Feier des Tages wurde erstmal ein großes Buffet vom Bürgerhaus aufgefahren. Dieses Haus hatte Heinrich Grauthoff ebenfalls zu dem gemacht, was es heute ist. Und noch ein Denkmal setzte sich der Unternehmer aus Ostwestfalen in Güsten: Die Erschließung eines Eigenheimgebiets, das seinen Namen trägt.

Mit Live-Musik, Rundblicken von der Drehleiter der FFW Güsten über das Werk und Vergnüglichkeiten für die Kinder wurde das Firmenjubiläum bis in die Nacht gefeiert.