Wertstoffhof

Auch nach Sturm kein "Extraholz"

Wegen überschüssigem Holz nach dem Sturm gibt es keine Ausnahmen auf dem Wertstoffhof. Bis auf kleine Mengen in Staßfurt.

Von Franziska Richter

Staßfurt/Wolmirsleben l Jetzt haben Grundstücksbesitzer einiges zu tun: Äste müssen zersägt und beräumt werden, dazu kommt vielleicht noch der eine oder andere Schaden am Haus.

Im Wertstoffhof Staßfurt - oder auch in Wolmirsleben zum Beispiel - aber kann das Holz, das jetzt übermäßig viel anfällt, nicht angenommen werden. Die Mitarbeiter bleiben hart: Ein Pkw-Anhänger mit rund 70 Kilogramm oder ein Kofferraum voll Holz. Mehr nicht. Das hat schon manchen Staßfurter geärgert.

Eine Ausnahme werden die Wertstoffhöfe aber nicht machen, auch wenn es sich mit dem letzten Sturm um eine Ausnahmesituation handelt. Es bliebt bei den vorgeschriebenen Mengen pro Person. Warum das so ist, erklärt Ralf Felgenträger als Leiter des Kreiswirtschaftsbetriebs, welcher wiederum im ganzen Salzlandkreis für Hausmüll und die Wertstoffhöfe verantwortlich ist: „Sturmschäden werden durch Gebäudeversicherungen mit abgedeckt, dazu gehört die Entsorgung von solchem Gehölz“.

Privatpersonen müssen also einen Container für ihr Holz, wenn es denn so viel ist, bestellen und das über die Versicherung abklären.

Die Wertstoffhöfe in Staßfurt und Wolmirsleben sind eben nur für Kleinstannahmen vorgesehen. „Wer Holz jetzt in großen Mengen abgeben will, muss das in den großen Wertstoffhöfen in Aschersleben, Bernburg oder Schönebeck tun“, so Ralf Felgenträger. Das sei zwar umständlicher, dort könne man aber dann abgegeben so viel man möchte.

Das Volumen in Staßfurt könne man auch im Ausnahmefall eines Sturms nicht erhöhen, so Felgenträger. Sturmschäden auf Privatgrundstücken könne man nicht auf die Solidargemeinschaft abwälzen. Bei Versicherungsschäden wie sie an Haus oder Gegenständen vorkommen müsse man eben eine gewisse Wartezeit einplanen.

Aktuell hat der Kreiswirtschaftsbetrieb generell ein höheres Aufkommen bei den Entsorgungsmengen. Im Oktober und November läuft die zusätzliche Grüngutentsorgung. Hier können Grundstücksbesitzer Säcke mit Laub in haushaltsüblichen Mengen mit ihrer Bio- oder schwarzen Tonne abholen lassen.