Katzenkrimi

Cleo ermittelt wieder

Katze Cleo ermittelt wieder! Die Staßfurterin Heike Lange hat ihren zweiten Katzen-Krimi veröffentlicht.

Von Franziska Richter

Staßfurt l „Cleo und der Kommissar“ - Heike Lange kann stolz ihr zweites Buch präsentieren. Nachdem ihr erstes Werk „Kater Brummel“ über 500 Mal gekauft wurde und bei Krimi- und Katzenfreunden sehr gut eingeschlagen war, hat sie sich gleich an die nächste Folge gesetzt. Zuerst legte sie den Aufbau des Buches fest. Dann schrieb sie fast jeden Tag zuhause nach Feierabend, „nach und nach füllten sich die Kapitel“, wie die Autorin sagt.

Wieder ermittelt Katze Cleo, die die Detektivrolle schon im Erstlingswerk übernahm. Ein Serienmörder hat dieses Mal eine Frau umgebracht und ist immer noch auf freiem Fuß. Katze Cleo, die sich eigentlich aus ihrer Ermittlerrolle zurückziehen wollte, begibt sich durch eine zufällige Wendung dann doch in die Abgründe, die sich bei den Ermittlungen auftun, und spielt dem menschlichen Kommissar Hinweise zu.

Heike Lange lebt zwar heute mit ihrem Lebensgefährten in Friedrichsbrunn im Harz, ist aber ursprünglich Staßfurterin und hat ihr Elternhaus sowie ihre Arbeitsstelle hier.

Das neue Buch, das jetzt in jedem Buchladen bestellbar ist, entstand wieder über einen Book-on-Demand-Anbieter, der Bücher nur nach Bestellung durch Kunden druckt und somit die Kosten auch für Werke mit geringer Auflage niedrig halten kann. Gestaltung und Layout hat Heike Lange selbst übernommen.

Mehrere Lesungen hat sie mit ihrem ersten Buch abgehalten. Eine in Thüringen bei einem Kreis aus Katzenfreunden, die ihren Flyer in einem Restaurant im Harz entdeckt und die Autorin spontan eingeladen hatten. Eine weitere bei der Wohnungsbaugenossenschaft in Staßfurt und zwei bei einem Unternehmerinnenstammtisch in Quedlinburg. Bei diesen Damen war der erste Krimi so gut angekommen, dass sie ihn nicht nur alle gelesen hatten, sondern auch gleich Auszüge aus dem Manuskript des neuen Buches hören wollten. Weil ihr die Lesungen in kleiner Runde so viel Spaß machen, freut sich Heike Lange schon jetzt auf die nächsten Anfragen.

Einige „Fans“ hat sie auch schon. Sowohl bei Internetversandhäusern als auch auf ihrer Facebookseite und ihrer Internetseite www.autorin-heike-lange.de erreichen sie lobende Kritiken und liebe Worte. „Über jeden einzelnen Eintrag freue ich mich sehr“, sagt die Frau, die auch sonst von Haus aus eine Frohnatur ist. Auch weltweit kriegt ihr erstes Buch gute Kritiken, denn mit diesem nimmt sie am Projekt „Book Crossing“ teil, wo Bücher weltweit verschickt und getauscht werden. Die positive Resonanz war neben der Leidenschaft fürs Schreiben ein Grund, die Reihe um Katze Cleo fortzusetzen. Familie und Freundeskreis sind voller Anerkennung dafür, dass Heike Lange ihren Traum vom Schreiben tatsächlich verwirklicht hat.

Ein ganz besonderes Erlebnis war für Heike Lange die Lesung auf der Leipziger Buchmesse im vergangenen Jahr. Völlig überrascht von der Einladung fuhr sie zur Messe, eine halbe Stunde waren nur ihr und ihrem „Kater Brummel“ gewidmet. Zuhause hatte sie schon am Küchentisch das Vorlesen geübt. „Da hatte ich schon ganz schön Manschetten“, erzählt sie heute. „Ich war dann ganz froh, dass zuerst nur fünf Mann um das Podium saßen.“ Der Moderator stellte sie und ihre Geschichte vor und nach einer Aufregung kam Heike Lange dann in den Lesefluss und zum Schluss war kein Platz im Publikum mehr frei.

Während ihre beiden Katzen zuhause und auch ihr Hund natürlich Inspiration für ihre Krimis sind, gab es auch ein Erlebnis in ihrer Kindheit, das Heike Lange wahrscheinlich einen gewissen Sinn für Kriminalgeschichten verliehen hat: Der Mord in der Charlottenstraße.

Als Heike Lange ein kleines Mädchen war, lebte sie mit ihren Eltern dort in einem Mehrfamilienhaus. Der Nachbar brachte eines Tages seine Ehefrau um. Ein wahrliches Blutbad ging einem riesigen Polizeiaufgebot voraus. Als die kleine Heike später eines Tages in die Wohnung ihrer Eltern wollte und allein im Flur stand, knarrte es auf einmal hinter ihr - an der Tür des Nachbarn. Eine Schrecksekunde, die ihr bis heute sehr deutlich in Erinnerung ist.