Egeln l „Wir müssen unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter der Klusstiftung zu Schneidlingen und Groß Börnecke und die Kunden schützen“, begründete der Leiter der Tafel, Rainer Salzmann, die Entscheidung zur Schließung. Sie werde ab dem kommenden Montag umgesetzt und voraussichtlich bis Dienstag nach Ostern andauern.

Die Schüler, die dort im Rahmen eines Inklusionsprojektes tätig waren, seien wegen der Schulschließung nicht mehr vor Ort, sagte Salzmann.

Auf die Dienstleistungen der Tafel vorrübergend verzichten zu müssen, wird den 45 bis 55 Bedarfsgemeinschaften in den Orten der Verbandsgemeinde nicht leicht fallen. „Wir sind keine Gaststätte, sondern eine Einrichtung, der nur ein Zubrot geben kann“, bittet Rainer Salzmann den betroffenen Personenkreis um Verständnis. Hartz-IV-Empfänger müssten sich nun mit anderen Spenden behelfen.

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In diesem Zusammenhang verwies der Leiter der Tafel darauf, dass Lebensmittelspenden der Supermärkte und anderer Sponsoren zurückgegangen seien. Deshalb freute sich Rainer Salzmann sehr, als sich FDP-Kreischef Johann Hauser bei ihm am Mittwoch mit dem Angebot meldete, im Auftrag seines Sohnes, des Atzendorfer Landwirtes Sebastian Hauser, der Egelner Tafel weitere 100 Kilogramm Kartoffeln für die Hartz-IV-Empfänger der Verbandsgemeinde zu übergeben. Dabei handelte es sich um Knollen der Sorte Gala. Das ist eine festkochende, mehlige, gelbfleischige und aromatische Kartoffel. Sie ist bestens geeignet für Backkartoffeln, Klöße, Pommes Frites, Ofenkartoffeln oder als Püree.

„Wir müssen unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter der Klusstiftung zu Schneidlingen und Groß Börnecke und die Kunden schützen“

Rainer Salzmann, Leiter der Egelner Tafel

Gerade in der jetztigen Zeit lerne man seine wahren Freunde kennen, sagte Johann Hauser beim Ausladen der Knollen aus dem Kofferraum seines Autos. „Dafür danken wir ihm“, sagte Salzmann. Diese Spende sei in einer Zeit, in der man nicht mehr viele Lebensmittel von den Supermärkten bekomme, sehr willkommen.

Salzmann lobte Hauser, der die Egelner Tafel nicht zum ersten und bestimmt auch nicht zum letzten Mal mit Erdäpfeln und Zwiebeln versorge. „Er macht das immer unkompliziert und ist sehr bodenständig“, sagte der Tafelchef.