Vereinsleben

Eltern bauen Vereinsheim in Unseburg um

Der Sportplatz in Unseburg wird nach dem Umzug der Fußballer der TSG Unseburg/Tarthun im Zuge der geplanten Fusion des Vereins mit dem SV Wolmirsleben zu einem Trainings- und Spielzentrum für Kinder und Jugendliche aus der gesamten Region ausgebaut.

Von René Kiel
Die Eltern haben für die Kinder und Jugendlichen auch die Mannschaftsräume auf Vordermann gebracht.
Die Eltern haben für die Kinder und Jugendlichen auch die Mannschaftsräume auf Vordermann gebracht. Foto: Gemeinde Bördeaue

Unseburg/Tarthun - Auch nach dem geplanten Zusammengehen der TSG Unseburg/Tarthun mit dem Sportverein Wolmirsleben wird der Sportplatz in Unseburg weiterhin gebraucht. „Er wird der Gemeinde Bördeaue übertragen im Rahmen des Flurneuordnungsverfahrens vom Land. Die bisherigen Eigentümer erhalten zum Ausgleich andere Grundstücke oder werden entschädigt“, sagte Bürgermeister Peter Fries (CDU) der Staßfurter Volksstimme. Der Platz gehörte dem 2008 gegründeten Förderverein des gemeindlich-kulturellen Lebens in Unseburg.

Ziel der Gemeinde Bördeaue ist es, dass die Anlage für den Sport erhalten bleibt und insbesondere vom Nachwuchs genutzt wird. „Der Sportplatz wird zu einem Trainings- und Spielzentrum für die Kinder und Jugendlichen der Region. Zudem werden die zweite Fußballmannschaft des fusionierten Vereins SV Wolmirsleben/TSG Unseburg/Tarthun und die Alten Herren künftig dort spielen“, sagte Fries. Die Anlagen sollen künftig für die Kinder und Jugendlichen der Region zum Sportbetrieb und zur Vermietung genutzt werden. „Natürlich soll auch weiter Fußball und anderer Sport des neuen Vereins aus den Orten Unseburg, Tarthun und Wolmirsleben dort stattfinden“, teilte der Bürgermeister mit.

Er ist regelrecht überwältigt davon, mit wie viel Fleiß und Eigenleistungen die Eltern von 20 Kindern aus Nachterstedt, Schneidlingen, Groß Börnecke, Unseburg, Wolmirsleben und Borne das Ende der 1970er beziehungsweise Anfang der 1980er Jahre entstandene Vereinsheim seit dem 31. Januar dieses Jahres modernisiert haben. „Sie haben die Mannschaftsräume vollkommnen neugestaltet, die Elektroleitungen und die Decken erneuert und neue Türen eingebaut. Jetzt werden noch die Duschräume saniert“, sagte der Bürgermeister und dankte den Eltern für ihr Engagement.

Auf dem Sportplatz am Großen Holz ist wieder Leben eingezogen

Unseburgs Bürgermeister Peter Fries (CDU)

Die feierliche Einweihung wurde mit einem Training und der Vorstellung der Mannschaften und der Sponsoren verbunden. „Auf dem Sportplatz am Großen Holz ist wieder Leben eingezogen“, freut sich das Ortsoberhaupt. Fries sicherte zu: „Die Gemeinde wird die Aktivitäten weiter ausbauen und immer unterstützen, wenn mitgemacht und die Sportstätte genutzt wird.“

In einer gemeinsamen Erklärung bekräftigten die TSG Unseburg/Tarthun und der SV Wolmirsleben, dass sie an ihrem Ziel des Zusammengehens beider Vereine festhalten. Bislang habe die Corona-Pandemie diesen Prozess arg ausgebremst. „Trotz alledem arbeiten die Verantwortlichen im Hintergrund kräftig daran, dass die Fusion im Jahr 2021 abgeschlossen sein wird. Eine entsprechende noch ausstehende Mitgliederversammlung, bei der über die Zusammensetzung des neuen Vorstandes und auch über die Bezeichnung des neuen Vereines entschieden werden soll, wird akribisch vorbereitet. Sie soll am 2. Juli in Präsenzform stattfinden“, hieß es. Zu den aufgeführten Punkten seien definitiv Wahlen beziehungsweise Beschlüsse der Versammlung erforderlich.

Im sportlichen Bereich sei der neue Verein in der Lage, neben Fußball dann mit weiteren fünf Sportarten eine gewisse sportliche Vielfalt anzubieten. Hierzu zähle auch der Jugendbereich.