Bergbausanierung

Ende der Buckelpiste zwischen Hecklingen und Groß Börnecke in Sicht

Die vom Altbergbau geschädigte Kreisstraße zwischen Hecklingen und Groß Börnecke wird saniert

Von Sabine Lindenau 07.07.2021, 16:54
Landrat Markus Bauer und der Leiter des Kreiswirtschaftsbetriebes Ralf Felgenträger (r.) erläuterten Ortsbürgermeisterin Ethel-Maria Muschalle-Höllbach am 29. Dezember 2020 die geplante Reperatur der Kreisstraße 1306.
Landrat Markus Bauer und der Leiter des Kreiswirtschaftsbetriebes Ralf Felgenträger (r.) erläuterten Ortsbürgermeisterin Ethel-Maria Muschalle-Höllbach am 29. Dezember 2020 die geplante Reperatur der Kreisstraße 1306. Foto: René Kiel

Hecklingen - Die Fahrbahn ist uneben, Risse und Spurrinnen werden größer. Ein Bereich ist abgesackt. Die Schäden an und auf der Kreisstraße zwischen Hecklingen und Groß Börnecke sollen aber alsbald Geschichte sein. Nachdem Ende vergangenen Jahres der Förderbescheid aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) über zwei Millionen Euro beim Salzlandkreis eingegangen ist, steht die Vergabe der Bauarbeiten am kommenden Mittwoch auf der nicht-öffentlichen Agenda des Kreisausschusses. Die endgültige Entscheidung soll dann eine Woche später im Kreistag fallen.

Die Geschwindigkeit auf dem Abschnitt wurde bereits heruntergesetzt. Eine Sicherheitsmaßnahme für die Verkehrsteilnehmer. Der desolate Zustand ist eine Folge des Bergbaus. Auch wenn die Anlagen schon seit vielen Jahren stillgelegt sind, machen sich Folgeschäden bemerkbar. So auch an der Kreisstraße. Europäische Zuwendungen zur Förderung von Bergbausanierungsmaßnahmen im Altbergbau ohne Rechtsnachfolger im Land Sachsen-Anhalt ermöglichen die Sanierung. Kein einfaches Unterfangen. Gilt es doch, die Risiken aus dem Altbergbau auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. Die Straße muss so instandgesetzt und gesichert werden, dass sie dauerhaft gegen etwaige Auslaugungsprozesse im Untergrund geschützt ist. Die 2-Millionen-Euro-Förderung ermöglicht es, den abgesackten Bereich auf einer Länge von rund 460 Metern nachhaltig auszubauen.

Lange Vollsperrung

Die Arbeiten sollen schnellstmöglich nach der Vergabe des Auftrages erfolgen. „Aufgrund der Höhe der Investition trifft die Entscheidung zur Vergabe der Kreistag in seiner nächsten Sitzung“, erklärte Marko Jeschor, Pressesprecher des Salzlandkreises, gestern auf Volksstimme-Nachfrage. „Danach erhalten die an der Ausschreibung beteiligten Firmen eine Vorab-Information zur Entscheidung des Kreistages. Damit beginnt die zehntägige Einspruchsfrist. Sobald diese abgelaufen ist, erfolgt die Beauftragung“, skizziert er das weitere Prozedere. Demnach könnten die Baufahrzeuge noch in diesem Jahr anrollen. Wie lange sich die Sanierungsarbeiten ziehen, steht noch nicht fest.

Was schon klar ist: Die Straße wird im Zuge der Bauarbeiten für den Verkehr voll gesperrt werden, so Ralf Felgenträger, Betriebsleiter des Kreiswirtschaftsbetriebes. Eine Umleitung wird eingerichtet. Felgenträger hofft auf ein Bauende im nächsten Jahr.