Hecklingen/Egeln l „Auf dem Container stand eine Telefonnummer“, weiß Ordnungsamtsleiterin Marion Strecker. Immer wieder habe die Stadt versucht, dort jemanden zu erreichen, aber das sei vergebens gewesen. „Wir hatten immer nur eine Hotline dran.“

Briefe seien geschrieben worden. Nichts passierte, keiner antwortete. „Der gesamte Verwaltungsverfahrensweg wurde eingehalten“, berichtet sie davon, dass die Stadt sich schließlich veranlasst sah, zu handeln und einen Container am Ortseingang, der einfahrende Besucher mit einem Müllhaufen davor begrüßte, entfernen ließ.

Von Witterung umgekippt?

Viele Orte hätten mit den Kleidercontainern Probleme, meint die stellvertretende Bürgermeisterin. Im vergangenen Jahr seien im Herbst einige umgestoßen worden. „Es war zwar sehr windig“, erinnert sie sich.

Trotzdem sei es nur schwer vorstellbar, dass die Witterung ausgereicht habe, dass die Behälter von allein gekippt sind. Denn erschwerend hinzu sei gekommen, dass die Kleidungsstücke draußen lagen, Säcke aufgerissen waren und alles „furchtbar“ aussah. „Ob man versucht hat, die Sachen raus zu suchen? Keine Ahnung?“, kann die Amtsleiterin keine Vermutung anstellen. Hintergründe sind ihr nicht bekannt.

Problem sei zudem noch, dass Leute ihre Sachen nicht in die Behälter schmeißen, obwohl darin noch Platz ist. Strecker sprach von einer „Vermüllung vor den Containern“. Nicht nur Kleidungsstücke seien zu sehen. „Wir hatten auch schon Elektrogeräte und alles mögliche, das einfach dazu gestellt wurde.“

Schnadfleck beseitigt

Im Fall der Fläche am Ortseingang sei der Kommune am Ende nichts weiter übrig geblieben, als den „Schandfleck“ wegzunehmen, auch weil die Fläche davor neu hergerichtet worden sei. Hinzu komme, dass einige Container im Rathaus gar nicht angemeldet wurden. Das müssen die Eigentümer aber tun. Eine angegebene „Sondernutzung“ sei dann für einige wenige Behälter nicht bekannt. Das sei aber in anderen Orten ähnlich.

Blickt man in die benachbarten Gemeinden der Egelner Mulde und fährt von Schneidlingen kommend in Egeln am Wasserturm ein, fällt in der vergangenen Woche sofort ein umgeworfener Kleidercontrainer ins Auge. Ob das witterungsbedingt passierte oder Randalierer am Werk waren, ist im Rathaus in Egeln nicht bekannt. Im Hauptamt der Verbandsgemeinde kann Leiterin Dagmar Witzke dazu keine Aussage treffen. Sie meint aber, dass es in der Egelner Mulde vereinzelt auch schon ähnliche Probleme im Hinblick auf die „Vermüllung vor den Containern“ wie in Hecklingen gegeben hat.

„Ab und zu“ passiere es, dass etwa die Stellflächen nicht sauber sind. Dann werde versucht, dass Problem umgehend zu beheben. Aber das Thema der „illegalen Aufstellung“ sei noch nicht an sie herangetragen worden.

Wenig Probleme

Insgesamt stehen in Egeln zehn Kleidercontainer von unterschiedlichen Anbietern oder Abnehmern. „Die Reinigung dieser Plätze erfolgt nach Bedarf durch die Stadt selber.Natürlich kommt es auch in Egeln zu Vermüllungen der Plätze, das wird dann versucht zeitnah zu beheben, von illegal aufgestellten Containern ist zur Zeit nichts bekannt“, teilt die Amtsleiterin mit.

In der Gemeinde Bördeaue bereiten Probleme mit umgeworfenen Kleidercontainern ebenfalls keine Sorge, berichtet Bürgermeister Peter Fries. „Mir ist dazu nichts bekannt“, sagt er. Ich denke, dass die Container von den Leuten angenommen werden. Ich habe dazu bisher nichts positives, aber auch nichts negatives aus Tarthun oder Unseburg gehört“, teilte er auf Nachfrage mit.

In Borne konnte Bürgermeister Sven Rosomkiewicz ebenfalls von keinen Problemen berichten, dass Behälter vermüllen. Hingegen sei es aber in der Vergangenheit vermehrt dazu gekommen, dass Sachen aus den Containern in der Feldflur abgeladen wurden. Einige hätten auch schon vermutet, dass diejenigen, die die Kleidercontainer entleeren, die Säcke aufreißen und vorsortieren und alles, was nicht mehr gebraucht werde, in der Feldflur abgeladen werde. Mit Bedauern musste der Gemeindechef an den Fall eines toten Wildtieres erinnern, das in Borne gestorben war, nachdem es Stoffreste gefressen hatte. Sein Magen war damit voll. Das hatten Jäger festgestellt. (Die Volksstimme berichtete).