Atzendorf l Zwei Mal musste der Termin wegen schlechten Wetters verschoben werden, aber jetzt wurden die „Besen geschwungen“. 49 Einwohner waren dabei und halfen fleißig. Mathias Cosic und Günter Döbbel, beide Mitglieder im Ortschaftsrat und Organisatoren dieser Aktion sowie Ortsbürgermeister Peter Rotter freuten sich über diese Beteiligung.

Stolz auf Anzahl

Sie waren stolz auf die Atzendorfer, denn sie wussten, dass in anderen Ortsteilen und sogar in der Kernstadt in diesem Jahr leider nur einstellige Teilnehmerzahlen bei den Frühjahrsputzterminen erreicht wurden. „Wir tun Gutes für unsere Umwelt und unsere Lebensqualität“, sagte Günter Döbbel. Die Aktion solle auch ein bisschen „wachrütteln“, damit die „Unvernünftigen“ daran erinnert werden, zukünftig ihren Müll nicht einfach in die Gegend zu werfen.

Schön sei dabei, dass manche im Dorf schon vorher aufräumen, wenn sie wissen, dass der Putztrupp ebenfalls loslegen will und der Termin dafür steht.

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Die Aktion lief gut vorbereitet ab. Nachdem mehrere Gruppen eingeteilt, Handschuhe verteilt waren, legten alle los. An den ehemaligen Schweineställen, am Biotop, am Gelände hinter dem Sportplatz, auf dem Weg in Richtung Eickendorf und - als Schwerpunkt - rund um Friedhof wurde man fündig. Das Gewerbegebiet das und Biotop am Ortsrand gehörten auch zu den Einsatzstellen.

Illegale Entsorgung

Mehrere Teilnehmer drückten während der Sammelaktion ihre Verwunderung aus: Es sei deprimierend, dass jedes Jahr die Flur um den Ort so vermüllt wird, wo es doch schneller geht und auch nicht mehr kostet, wenn man seinen Müll legal entsorgt. Denn was man fand, musste ja auch erst dahin transportiert werden.

Und dazu gehörten neben kleinen Dingen wie Joghurtbecher und leeren oder vollen Flaschen auch zwei Waschmaschinen, etwa 20 zerschnittene Reifen, ein Gasheizkörper und auch ein Fernseher, um nur das Kurioseste zu nennen.

Die einzelnen Suchgruppen legten ihren Fund jeweils an den Wegrand. Hier wurde alles von einem Fahrzeug abgeholt, auf den Lagerplatz einer Atzendorfer Baufirma gefahren und von Mario Töpfer und Rainer Twachtmann von Hand oder von Sven Voigtländer und Sigmar Zimmer mit Radladern in Container verladen.

In zwei Stunden war alles fertig. Die vielen Teilnehmer blieben noch zusammen und genossen Gegrilltes - verdienterweise!