Sänger des Dr.-Frank-Gymnasiums konzertieren mit der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie

Geniale Musik liegt in der Luft

Von Falk Rockmann

Wieder einmal fand das Zusammenspiel der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie Schönebeck mit einem Staßfurter Chor begeisterten Anklang beim Publikum. Bei "Music in the Air" schaffte es Dirigent Christian Simonis, dass nicht nur die jungen Sänger vom Dr.-Frank-Gymnasium die Hände in die Höhe rissen, sondern auch das Publikum.

Staßfurt. Aus dem Stand heraus gewann Chorleiterin Bettina Eisenächer die Besucher im fast ausverkauften Salzlandtheater mit einem Augenzwinkern und der Schulmeister-Kantate von Telemann. Ihre Schützlinge hatten gesanglich seit Schuljahresbeginn und zuletzt im dreitägigen Chorlager in Wernigerode auf jeden Fall etwas gelernt.

"Das Besondere an diesem Konzert ist, dass es auf Wunsch der jungen Damen und Herren zustande kam", erklärte Christian Simonis, der das Publikum in seiner bekannt-charmanten Art und Weise immer wieder in das Geschehen auf der Bühne und darüber hinaus einbezog. Er lobte die vielfältigen Möglichkeiten, die die Schule bietet, in höchsten Tönen. Den wohl schönsten Beweis des Abends dafür erlebten die Zuhörer im Saal mit dem ergreifenden Stück "Dreams of thee" von Eric William Barnum, bei dem Steffi Mutke ihrer Querflöte astreine Töne entlockte und wie der Chor hervorragend mit dem Orchester konzertierte.

Schwung und ein Hauch von Broadway kam in die Staßfurter Kulturstätte, als aus dem Musical "Annie get your gun" das Stück "Show business" erklang.

"Das motiviert für die künftige Arbeit und sollte fortgesetzt werden"

Doch das rhythmische Klatschen in den Zuschauerreihen erreichte erst seinen Höhepunkt, als mehrere Gospels, unter anderem aus dem Kinohit "Sister Act" erklangen. Christian Simonis brauchte dem Publikum nur ein Zeichen geben, und es setzte mit erhobenen Händen zum Klatschen ein.

Für Dr. Ralf Schubert, ein bekannter Leiter vieler Chöre der Region, ist das Zusammenspiel von Gospel und Orchester Geschmackssache. Das Konzert der Schüler mit so einem Orchester findet er insgesamt allerdings "eine tolle Sache". "Das motiviert für die künftige Arbeit und sollte fortgesetzt werden", empfahl der Fachmann.

Das fand übrigens auch das musikalische Talent Maria Glootz, die im Chor mitwirkte: "Einmalig. Das hat großen Spaß gemacht." Sie würde immer wieder gern mit dem Orchester auftreten.

Sängern wie Publikum in Staßfurt wäre es zu wünschen.