Ausschuss für Kultur, Bildung und Sport bestätigt Planung der Stadt

Grundschule Neundorf soll bis 2016/2017 gehalten werden

Von René Kiel

In einer Sondersitzung hat der Ausschuss für Kultur, Bildung und Sport des Stadtrates am Dienstagabend die Stellungnahme der Stadt zur mittelfristigen Schulentwicklungsplanung für die Jahre 2014/2015 bis 2018/2019 gebilligt.

Staßfurt l Mit der Zustimmung des Fachausschusses, der lediglich zwei Enthaltungen zählte, kann der Stadtrat am kommenden Donnerstag diesem wichtigen Planungsdokument seine Zustimmung geben.

"Es sieht vor, dass die Grundschule Neundorf (Anhalt) bis zum Schuljahr 2016/2017 weiter betrieben wird. Dafür wurde eine Ausnahmegenehmigung beantragt. Sollte diese nicht erteilt werden, soll die Grundschule Neundorf als Außenstelle der Staßfurter Grundschule Ludwig Uhland bis zum Abschluss der dortigen Sanierungsmaßnahme im Zusammenhang mit dem Programm Stark III weiter betrieben werden, was ebenfalls beantragt wurde", trug Fachbereichsleiter Hans-Georg Köpper vor.

Was das Gymnasium Dr. Frank in Staßfurt und die Sekundarschulen Am Tierpark, Hermann-Kasten und Förderstedt anbelangt, geht aus dem vom Landkreis vorgelegten Planentwurf hervor, dass diese im Bestand gesichert sind. Die Gymnasien, Sekundar- und Sonderschulen befinden sich in Trägerschaft des Landkreises. Für die Grundschulen dagegen zeichnen die Kommunen verantwortlich.

Bis auf die Grundschule Neundorf (Anhalt) sind in der Stadt Staßfurt laut Landratsamt alle Grundschulen gesichert.

"Der Planungsträger weist darauf hin, dass nach dem Schuljahr 2017/2018 die Zahl der erforderlichen Schüler in der Grundschule Löderburg nicht mehr vorgewiesen werden könnte. Hier muss die weitere Entwicklung beobachtet werden", heißt es in der Beschlussvorlage.

Eigentlich hätte sich die Stadt schon bis zum 18. Oktober dieses Jahres schriftlich zur Fortschreibung der mittelfristigen Schulentwicklungsplanung des Kreises positionieren müssen. "Unter Berücksichtigung der späten Übergabe der Unterlagen, der Sitzungstermine der Fachausschüsse und des Stadtrates konnte dieser Termin nicht eingehalten werden. Aus diesem Grund wurde beim Landkreis um eine Fristverlängerung bis zum 8. November gebeten", teilte die Stadtverwaltung mit.

Der in Neundorf wohnende Stadtrat Niko Zenker (SPD), der mit der Bürgerinitiative gemeinsam für den Erhalt der Grundschule in seinem Dorf gekämpft hatte, sagte gestern, er sei traurig, dass nun das Ende absehbar sei. "Eine dauerhafte Lösung wäre deutlich besser gewesen, auch für die Lehrer. Sie müssen jetzt von Jahr zu Jahr neu planen. Mit einer Änderung der Schuleinzugsbereiche innerhalb der Stadt hätte man die Schule retten können. Das wäre die Lösung gewesen. Doch die CDU ist umgekippt", so Zenker. Die Union hatte den Vorschlag unterbreitet, für Neundorf eine Ausnahmgenehmigung zu beantragen.

Zum Beginn der Haushaltsberatungen sei man sich fraktionsübergreifend noch einig darüber gewesen, dass man alle Schulen in der Stadt erhalten müsse.

Zenker enttäuscht: "Wir hätten es auch mal anders machen können, in dem wir den ländlichen Raum stärken und nicht die Kernstadt. Das wäre eine Chance gewesen. Aber die wurde vertan."