Staßfurt/Magdeburg/Aschersleben l Zweimal war er verurteilt. Zweimal beglich er die Geldstrafen nicht beziehungsweise trat der 30-Jährige die Ersatzfreiheitsstrafe nicht an.

Am Mittwochabend klickten nun im Zug die Handschellen. Eine Streife der Bundespolizei stellte in einer Regionalbahn zwischen Magdeburg und Aschersleben bei der Überprüfung seiner Personalien fest, dass der Mann mit zwei Vollstreckungshaftbefehlen durch die Staatsanwaltschaft Magdeburg gesucht wurde.

Betrunken im Straßenverkehr

Im April 2018 war er wegen Trunkenheit im Straßenverkehr, Fahren ohne Fahrerlaubnis sowie Gebrauch eines nicht versicherten Fahrzeuges vom Amtsgericht Bernburg zu einer Geldstrafe von 3750 Euro oder einer Ersatzfreiheitsstrafe von 150 Tagen verurteilt worden.

Bereits fünf Monate später erfolgte eine weitere Verurteilung wegen Trunkenheit im Verkehr und Gebrauch eines nicht versicherten Fahrzeuges zu einer Geldstrafe von 1400 Euro oder einer Ersatzfreiheitsstrafe von 70 Tagen durch das gleiche Amtsgericht.

Haftbefehl erlassen

Da der 30-Jährige weder die Geldstrafen gezahlt, noch sich dem jeweiligen Strafantritt gestellt hatte, erließ die Staatsanwaltschaft im Juni dieses Jahres die Haftbefehle.

Die Bundespolizisten brachten ihn Mittwochabend für die weitere Bearbeitung des Falls zur Dienststelle der Bundespolizei am Hauptbahnhof Magdeburg.

Weil er nach wie vor die Geldstrafen nicht begleichen konnte, wurde der Mann in die Justizvollzugsanstalt Burg gebracht, wo er nun die nächsten insgesamt 220 Tage verbringen wird.