Zeugnisse

In Egeln ist ein turbulentes Schuljahr zu Ende gegangen - erfolgreich.

Coronabedingt nutzte die Ganztagsschule an der Wasserburg in Egeln die mittelalterliche Anlage auch in diesem Jahr wieder für die feierliche Ausgabe der Abschluss- zeugnisse an die Zehntklässler.

Von René Kiel 17.07.2021, 15:25
Angeführt von Schulleiter Philipp Spengler und den Lehrern rückten die Schulabgänger gemeinsam zur feierlichen Zeugnisausgabe auf die Wasserburg ein.
Angeführt von Schulleiter Philipp Spengler und den Lehrern rückten die Schulabgänger gemeinsam zur feierlichen Zeugnisausgabe auf die Wasserburg ein. Fotos: René Kiel

Egeln - Vor der Zeugnisausgabe gaben der Verbandsgemeinde-Bürgermeister Michael Stöhr, Egelns Bürgermeister Reinhard Luckner (beide UWGE) und der amtierende Schulleiter Philipp Spengler den Schulabgängern neben Glückwünschen zum erfolgreichen Schulabschluss noch ein paar Ratschläge für ihren neuen Lebensabschnitt mit auf den Weg.

„Ich kann euch versichern: Das Lernen wird nicht vorbei sein“, sagte Stöhr. „Ihr könnt mit eurem Abschluss sehr, sehr viel erreichen. Es stehen euch alle Türen offen. Macht was draus!“ Der Verwaltungschef äußerte den Wunsch, dass die jungen Leute der Egelner Mulde erhalten bleiben. Von Cedric Grunz weiß er das ganz genau, denn er beginnt in wenigen Wochen seine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten im Egelner Rathaus.

Die Zeugnisse seien etwas Besonderes, sagte der Bürgermeister. Lobend hob er hervor, dass alle 60 Schülerinnen und Schüler den Abschluss geschafft und alle einen Ausbildungsplatz bekommen haben oder noch bekommen werden. Das zeige, dass an der Ganztagsschule eine vernünftige Ausbildung geleistet werde. Dafür dankte er dem amtierenden Schulleiter.

„Ich versuche mein Bestes, um die Schule zu entwickeln“, sagte Philipp Spengler. Er sprach in seiner Festrede von einem turbulenten Schuljahr. „Begriffe wie Distanzunterricht, Homeschooling, Videokonferenzen, Abstand halten, FFP2-Masken, kontaktloser Sportunterricht, Einbahnstraßenverkehr und Testpflicht sind alltäglich geworden. Und bei dem Begriff Gesichtsmaske denkt heutzutage keiner mehr an Gurkenscheiben“, sagte der Schulleiter schmunzelnd und fügte mit Blick zu den Schulabgängern der zehnten Klassen hinzu: „Deshalb ziehe ich meinen nicht vorhandenen Hut vor euch, dass ihr unter diesen erschwerten Bedingungen den Schulabschluss erworben habt.“

Spengler teilte mit, dass neun Schüler und Schülerinnen den Hauptschulabschluss geschafft haben, 33 den Realschulabschluss und 17 sogar den erweiterten Realschulabschluss. Dafür dankte er vor allem den Lehrern und vor allen Dingen den Klassenlehrern. „Sie haben euch begleitet, haben euch Fachwissen vermittelt, haben Konflikte gelöst und euch viele soziale Kompetenzen erwerben lassen“, sagte Spengler. Er hofft, dass die Jugendlichen nach der ausgefallenen Abschlussfahrt vielleicht in den Sommerferien noch einmal die Gelegenheit bekommen, ein kleines Abschlussfest zu veranstalten.

Spengler: „Natürlich dürfen wir nicht vergessen, euren Eltern zu danken. Sie haben euch tagtäglich Brote geschmiert, mussten mehrere Telefonate der Schule abfangen, haben euer Sportzeug vorbeigebracht und durften euch bei den Hausaufgaben helfen und nebenbei nochmal ihre Kenntnisse in den binomischen Formeln auffrischen.“ Der Schulleiter empfahl den Schulabgängern: „Macht immer etwas Neues! Stagniert nicht in eurem Leben und sucht euch Vorbilder! Vanessa und Julia bedankten sich bei allen, die zum erfolgreichen Schulabschluss beigetragen haben.

Lehrer und Eltern wollten sich den feierlichen Moment auf der Wasserburg nicht entgehen lassen.
Lehrer und Eltern wollten sich den feierlichen Moment auf der Wasserburg nicht entgehen lassen.
Foto: René Kiel