Eigenheime

In Neundorf wird Bauland geschaffen

In der Wilhelmstraße sollen außerdem Bauplätze in der Kleingartenanlage dazukommen.

Von Franziska Richter
Im Januar 2021 berichtete die Volksstimme von der Suche eines Neundorfers nach einem geeigneten Platz zum Bauen.
Im Januar 2021 berichtete die Volksstimme von der Suche eines Neundorfers nach einem geeigneten Platz zum Bauen. Repro: F. Richter

Neundorf - Der Traum vom neuen Eigenheim wird wahr. Im Januar berichtete die Staßfurter Volksstimme von Sebastian Busche, der in seinem Heimatort neu bauen will. Er hatte sich einen Mitstreiter gesucht, der ebenfalls von einem neuen Wohnhaus mit Garten träumt, und mit ihm nach Grundstücken gesucht.

Bebauungsplan für Acker in Wilhelmstraße

In dieser Woche wird der Traum ein Stück realer. Die Kommunalpolitik stellt gerade die Weichen dafür, dass die Eigenheime in Neundorf gebaut werden können. Busche und sein Mitstreiter hatten sich in der Wilhelmstraße Flächen vom Voreigentümer bereits gesichert. Seit langer Zeit sind sie mit der Staßfurter Stadtverwaltung in Kontakt, um dort bauen zu können.

Dass man manchmal nicht einfach mal ein Haus auf dem eigenen Grundstück bauen kann, wurde beiden Bauherren bald klar. Der Bebauungsplan für den gewünschten Bauplatz in Neundorf muss geändert werden. So hat es bis jetzt gedauert, bis ihr Wunsch alle Gremien der Kommunalpolitik durchwandert hat.

Am Montag dieser Woche hat der Bauausschuss des Stadtrats dann beschlossen: Der Planentwurf soll öffentlich ausgelegt werden. Das weitere Verwaltungsverfahren dürfte nur eine Formsache sein und am Ende dürfte es Baurecht für die Neundorfer geben. Aktuell sieht der Planentwurf fünf Bauparzellen in der Wilhelmstraße vor, auf der noch freien Ackerfläche zwischen Kleingartenanlage und den Häusern in der Kurve der Wilhelmstraße.

Zum Prozedere gehört auch eine Vereinbarung zwischen Stadt und den Bauherren Busche und Co.: Sie kommen für die Kosten auf – das Aufsetzen einer Satzung für den Bebauungsbereich, ein Planungsbüro und Gutachten. Die Stadt übernimmt die eigenen Verwaltungskosten zu den Formalien.

Vorschlag für leerstehende Gärten

Gleich nebenan in der Wilhelmstraße geht das Thema Bauland noch weiter. Der Ortschaftsrat und insbesondere Ortsbürgermeister Stefan Riemann (parteilos) hatte den Vorschlag gemacht: Warum dort nicht noch mehr Bauplätze für Eigenheime schaffen? Dafür könnte man einen Teil der Kleingartenanlage nutzen, wo Gärten leerstehen und immer mehr verwildern.

Diesen Vorschlag findet die Stadtverwaltung super: „Das ist genau der richtige Schritt, weil die Anlage im bebauten Zusammenhang des Ortes liegt“, sagte Anke Michaelis-Knakowski von der Stadtverwaltung im Bauausschuss. Das sei einfacher, als ein größeres Baugebiet am Ortsrand erst noch schaffen zu müssen. „Die Straße ist erschlossen, es liegen alle Versorgungsleitungen an“, so Michaelis-Knakowski. Über den Kleingärtner-Regionalverband könne man erwirken, dass infrage kommende, leerstehende Gärten nicht wieder verpachtet werden.

Die Stadt muss bei der Gartenanlage erst einmal alles in die Wege leiten. Bauparzellen werden dort erst mittelfristig zur Verfügung stehen.