Vergnügen

In Rathmannsdorf ist die junge Generation zum „Karussellfahren“ auf den Festplatz eingeladen

Schausteller müssen kreativ sein bei der existenziellen Namensfindung ihrer Angebote

Von Falk Rockmann
?Horschti? aus Eisleben kämpft unmissverständlich für das Schaustellergewerbe. Zurzeit unterstützt er einen Kollegen aus Osterwieck, der seit Freitag nach Rathmannsdorf zum ?Karussellfahren? einlädt. Volksfeste sehe die aktuelle Corona-Verordnung nicht vor, fühlt sich Horschtis Zunft vergessen.
?Horschti? aus Eisleben kämpft unmissverständlich für das Schaustellergewerbe. Zurzeit unterstützt er einen Kollegen aus Osterwieck, der seit Freitag nach Rathmannsdorf zum ?Karussellfahren? einlädt. Volksfeste sehe die aktuelle Corona-Verordnung nicht vor, fühlt sich Horschtis Zunft vergessen. Foto: Falk Rockmann

Rathmannsdorf/Osmarsleben - Nein, zufrieden sieht anders aus. „25 Euro habe ich gemacht letzten Freitag in Osmarsleben. Am Sonnabend und Sonntag war’s auch nicht viel mehr.“ Dennoch nimmt Horschti, wie der Schausteller aus Eisleben nur genannt werden möchte, jede Möglichkeit wahr, damit seine Fahrgeschäfte wenigstens nicht einzurosten.

Erst die dritte Station in diesem Jahr

Jetzt ist er zur Unterstützung eines Kollegen aus Osterwieck nach Rathmannsdorf auf den Quell gezogen. Man hilft sich in diesen Zeiten, in denen sich die Zunft der Fahrensleut’ irgendwie vergessen fühlt. Sonst von Ostern bis Weihnachten jedes Wochenende woanders, ist der Quell in Rathmannsdorf erst die dritte Station in diesem Jahr, die „Horschtis kleiner Rummel“ macht. Achso, Rummel sollte man ja nicht sagen, meint Horschti. Mit der Bezeichnung der Veranstaltung würden die Schwierigkeiten nämlich schon anfangen. Volksfest? Auf keinen Fall. Heimatfest? Auch untersagt. Die Bezeichnung Jahrmarkt und Rummel wären auch heikel. Die Eisleber Wiese 2020 wurde quasi zu einem Wochenmarkt runtergefahren. Natürlich überhaupt nicht zu vergleichen mit dem, was man zuvor kannte.

Auch Besucher aus anderen Orten willkommen

Nichtsdestotrotz will das „Karussellfahren in Rathmannsdorf“, so der Name – mit dem Horschti hoffentlich auch hier im Bereich der Stadt Staßfurt nicht aneckt – für etwas Vergnügen bei der jungen Generation sorgen. Dabei setzt man auch auf Kinder und Jugendliche, die vielleicht nicht im Ort wohnen und sonst den schönen Spielplatz oder Quell in Rathmannsdorf für Ausflüge zum Ziel haben.

Kettenkarussell, kleines Karussell für die Minis, Schieß- und Losbuden für die Größeren locken heute und morgen, jeweils ab 14 Uhr, auf den Platz an der Hauptstraße, wo es auch einen Parkplatz gibt.