Borne l „Wir wollen das Personal so fit wie möglich machen, damit die Jugendlichen in der Verbandsgemeinde Egelner Mulde so gut wie möglich betreut werden“, begründet Vereinschef Sven Rosomkiewicz das Engagement des Förder- und Heimatvereins Borne.

Bei den Betreuern in den Kinder- und Jugendeinrichtungen handele es sich nicht in jedem Fall um pädagogisches Fachpersonal. Um so wichtiger sei es, sie auf den aktuellen Stand zu bringen, was zum Beispiel der Themenkomplex Radikalisierung jeglicher Art mit sich bringe. Um solche Bildungstage durchführen zu können, sei ein gemeinnütziger Träger notwendig, damit diese Veranstaltungen gefördert werden können, sagte Rosomkiewicz, der auch ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Borne ist. Auf Ebene der Verbandsgemeinde gebe es derzeit keinen. „Deshalb haben wir den Antrag für das Bundesprogramm ,Demokratie leben‘ gestellt“, sagte Rosomkiewicz der Volksstimme.

Der Vereinschef hofft, dass ein solches Angebot im nächsten Jahr auch andere gemeinnützige Vereine in der Verbandsgemeinde Egelner Mulde und darüber hinaus anbieten. Den Startschuss habe man in Borne mit insgesamt vier Weiterbildungsveranstaltungen gegeben. „Unser Angebot ist gut angekommen“, freut sich Rosomkiewicz.

Externe Dozenten

Zwei Vorträge haben im Seniorentreff des Dorfgemeinschaftshauses in Borne bereits stattgefunden. „Sie richteten sich an nicht-pädagogische Mitarbeiter in Kinder- und Jugendeinrichtungen sowie an interessierte Bürger, Eltern und ehrenamtlich in Vereinen tätige Personen, so dass nicht nur für die Mitarbeiter der Kinder- und Jugendeinrichtungen ein Mehrwert entsteht“, sagte der Vereinschef.

Um den Teilnehmern ein qualitativ hochwertiges und breit gefächertes Bildungsangebot bereitstellen zu können, hat der Heimatverein Borne auf externe Dozenten - unter anderem vom Netzwerk für Demokratie und Courage und von der Servicestelle für Kinder- und Jugendschutz - zurückgegriffen.

Beim ersten Termin am 30. Oktober ging es um das Thema Cyber-Mobbing - „Wenn das Netz dich fertig macht“. Die zweite Weiterbildung stand ganz im Zeichen von extremistischen Tendenzen und deren Spielfeldern in den sozialen Medien. Dort informierte der Mitarbeiter der Servicestelle Kinder- und Jugendschutz Magdeburg, Jörg Kratzsch, die 13 Teilnehmer aus Jugendeinrichtungen der Egelner Mulde zum Beispiel darüber, mit welchen Symbolen Rechtsextreme arbeiten. Das sei seit dem Anschlag von Halle ein aktuelles Thema. „Es gibt Räume, in denen sich junge Menschen radikalisieren“, sagte Kratzsch. Er klärte seine „Schüler“ darüber auf, welche Codes es gibt, die man in den Jugenclubs erkennen kann. Zu den Teilnehmern der Runde gehörte auch Bernd Franz, Betreuer im Jugendclub Borne. „Wir haben aber keine Probleme dieser Art“, sagte er erleichtert.

Die nächste Veranstaltung findet am 4. Dezember von 8 bis 13 Uhr in Borne statt. Dann heißt es: „Trotz alledem! Ein Projekttag gegen menschenverachtende Einstellungen, Gruppen und Strategien und für solidarisches Engagement“. Um „Aufsichtspflicht und Jugendschutz“ dreht sich der letzte Kurs am 11. Dezember von 9 bis 13 Uhr.

Interessenten können sich an Sven Rosomkiewicz, Tel. (0173) 663 92 65 oder E-Mail: sven.rosomkiewicz@borne-slk.de, wenden.