Tiere

Kein Dummer-Jungen-Streich: Nester von Schwänen in Staßfurt zerstört - Zeugen werden gesucht

Weil mittlerweile mehrfach Nester von Schwänen rund um Staßfurt zerstört worden sind, sucht die Kreisverwaltung nun nach Zeugen.

Von Sebastian Rose 12.07.2021, 16:11
So süß sehen die kleinen Höckerschwäne aus. In Staßfurt konnten sie gar nicht erst geboren werden.
So süß sehen die kleinen Höckerschwäne aus. In Staßfurt konnten sie gar nicht erst geboren werden. Foto: dpa

Staßfurt - Seit einigen Wochen klauen immer wieder Unbekannte Eier aus Schwänennester und platzieren Steine an den Stellen (die Volksstimme berichtete). Dieses dreiste Vorgehen soll bestraft werden, wenn es nach der Verwaltung des Salzlandkreises geht.

„Die Eier und das Nest zu zerstören, das ist kein dummer Jungenstreich. Das ist eine nicht zu akzeptierende Tat“, wird die für Natur und Umwelt zuständige Fachdienstleiterin Stefanie Olsen in einer Pressemitteilung zitiert. Weiter heißt es: „Wir gehen diesen ungewöhnlichen Weg an die Öffentlichkeit, weil wir angesichts dieser schändlichen Tat allen klar machen wollen, dass man auf seine Heimat Acht geben muss. Dazu gehört selbstverständlich auch der Schutz der heimischen Tiere.“

Die Fachdienstleiterin ruft deswegen Bürger zur Unterstützung bei der Suche nach den Tätern auf.

In diesem Nest wurden Eier gestohlen.
In diesem Nest wurden Eier gestohlen.
Foto: Salzlandkreis

Nach Angaben von Bürgern waren Eier der Schwäne Mitte Mai 2021 erstmals mit Steinen zerstört worden. Später stellten aufmerksame Bürger erneut die Zerstörung des Nestes fest und informierten den Fachdienst des Salzlandkreises darüber. Seither liefen die Ermittlungen, so die Kreisverwaltung.

„Wer Schwäne angreift oder deren Eier zerstört, begeht eine schwere Ordnungswidrigkeit, die nach dem Bundesnaturschutzgesetz mit einer Geldbuße von bis zu 50.000 Euro belegt werden kann“, heißt es in der Mitteilung weiter.

Betroffen sind die in Staßfurt ansässigen Höckerwschwäne. Diese gehören zu den besonders geschützen Vogelarten in Deutschland. Sie fühlen sich in  Seen, Park- und Fischteichen, in seichten Meeresbuchten und im Winter auch auf offenen Flussläufen wohl. Ähnlich wie bei zumindest einigen Menschen bilden sie Schwanenpaare lebenslange Partnerschaften. Sie werden bis zu 20 Jahre alt.

Wer Angaben zum Verursacher oder zu den Tathergängen machen kann, meldet sich beim Fachdienst Natur und Umwelt des Salzlandkreis unter der Telefonnummer 03471/684 1890 oder per E-Mail an umwelt@kreis-slk.de.