Staßfurt l Der Staßfurter Stadtrat gab am Donnerstagabend 50.000 Euro aus Fördermitteln des Landes Sachen-Anhalt frei, die der Stadt bereits zugesprochen waren. Damit können 14 Leitbildprojekte ab sofort und kostenfrei beginnen.

Noch mehr Geld

Der Stadtrat hat die Summe von ursprünglich geplanten 45.000 Euro aus Fördermitteln sogar noch ausgereizt auf die maximale Summe von 50.000 Euro, die für den Leitbildprozess noch übrig waren. Die restlichen 30.000 Euro waren bereits ausgegeben worden für Werbemittel, eine Umfrage, Veranstaltungen oder das Beratungsbüro.

Wobau-Lauf

Die 5000 Euro mehr sind für den Wobau-Lauf, der eigentlich dieses Jahr nicht vom Fördergeld profitieren sollte. Hierzu gibt es eine Vorgeschichte: Die Wohnungs- und Baugesellschaft Staßfurt (Wobau) hatte bereits im September 2017 die Idee zu einem City-Lauf als eigene Aktion, ihn jedoch erst intern geplant. Dieselbe Idee wurde von der Gänsefurther Sportbewegung in den Leitbildprozess eingebracht, die im Dezember einen City-Lauf als Leitbildprojekt für Staßfurt vorschlug. Inzwischen hatte die Wobau ihre ersten Lauf bereits für den 6. Mai dieses Jahres organisiert.

Dieselbe Idee

Mit Rücksicht auf den Wobau-Lauf, der nun schon am 6. Mai stattfindet, wollte die Stadtverwaltung nicht noch einen zweiten City-Lauf veranstalten und die Idee der Gänsefurther Sportbewegung erst ab 2019 umsetzen beziehungsweise als Stadt mit allen Partnern den Lauf als gemeinsamen städtischen Lauf fortführen.

Lauf fördern

Das erklärt auch Ratsmitglied Klaus Stops (CDU) nochmal im Stadtrat, gleichzeitig Aufsichtsratsmitglied für die Wobau. „Den Wobau-Lauf wollen wir dann nächstes Jahr weiterführen als City-Lauf oder mit welchem Namen auch immer und ihn gemeinsam mit Wobau, den Staßfurter Stadtwerken, dem Stadtpflegebetrieb und so weiter fortführen.“

Den City-Lauf, der dieses Jahr eben noch Wobau-Lauf heißt, müsse man aber von Anfang an durch die Stadt fördern, forderte Klaus Stops. Gemeinsam mit Ralf-Peter Schmidt (UBvS) entstand im Stadtrat dann spontan die Idee, weitere 5000 Euro für den Wobau-Lauf aus dem großen Fördertopf zu nehmen. Der Stadtrat ging einstimmig mit. Damit wuchs die Liste auf nun 14 Projekte, die 2018 realisiert werden sollen.

Kritik an Projekten

Kritik an der Projektliste kam von Gerhard Wiest (Die Linke): Die Leitbildgruppe aus rund 60 Teilnehmern und ihre Abstimmung über die Projekte seien nicht repräsentativ für die Stadtgesellschaft gewesen. Er findet die einzelnen Projekte nicht nachhaltig. Hartmut Wiest (UWG Salzland/AfD) kritisierte das Projekt „Licht in leeren Läden“, das Leerstand in der Innenstadt nicht beseitige, sondern sichtbar mache.

Die Finanzierung der Projekte wurde mit 25 Ja-Stimmen, 3 Enthaltungen und 1 Nein-Stimme beschlossen.