Groß Börnecke l Ende März 2019 soll es auf dem Ballplatz/Karl-Marx-Platz in Groß Börnecke weiter gehen, wenn die Witterung das zulässt. Als Baubeginn für die weitere anschließende Sanierung der Straße wird nach Auskunft der Stadt Hecklingen wahrscheinlich die 15. Kalenderwoche ins Auge gefasst. Voraussichtlich in der 26. Kalenderwoche, also im Sommer, soll dann alles fertig sein, so der Plan.

Damit wird eine Sanierung der Straßen fortgeführt. Denn der Ballplatz/ Karl-Marx-Platz war bereits 2017 in einem ersten Bauabschnitt grundhaft erneuert worden. Das war für die Kommune nur möglich, weil sie sich erfolgreich um Fördermittel aus dem Programm Leader der EU beworben hatte. Jetzt steht erneut Geld aus diesem Topf zur Verfügung.

Die Maßnahme soll alles in allem 208.500 Euro kosten. Das wurde jetzt dem Stadtrat mitgeteilt. Denn mit der Summe erhöhen sich die Baukosten und damit auch die Planungskosten um 33.500 Euro, musste die Verwaltung den Räten erklären. Bürgermeister Uwe Epperlein begründete das auf Nachfrage von Roger Stöcker (SPD) mit der derzeitigen Marktsituation im Baugewerbe. Die Differenz zwischen den geschätzten Kosten und dem nun vorliegenden tatsächlichen Ergebnis der Ausschreibung sei den hohen Baupreisen geschuldet, die derzeit üblich sind.

63.000 Euro Eigenmittel

Die Stadt hat daher weitere Fördermittel beantragt. Wäre eine solche Nachbewilligung erfolgreich, würde sich der Zuschuss (Leader) auf 145.500 Euro belaufen, Eigenmittel der Stadt, die auch noch nötig sind, lägen der Vorlage zufolge bei 63.000 Euro.

Für solche Ausgaben wird der Kommune eine Investitionspauschale über rund jährlich 300.000 Euro gezahlt. Diese muss aber für alle Vorhaben in der gesamten Stadt reichen. Fest steht: Ohne Fördermittel könnte der Ballplatz/Karl-Marx-Platz nicht neu gebaut werden. Selbst die Aufteilung der Zuschüsse über Leader innerhalb der Stadt ist eng bemessen. Viele Projekte im ländlichen Bereich, die mit dem Programm gefördert werden, warten auf Unterstützung finanzieller Art.

Am Beispiel der Sanierung Ballplatz/ Karl-Marx-Platz wird das beispielhaft deutlich. Denn die Straße kann nicht, wie ursprünglich geplant, komplett bis zur Einmündung Vor dem Tore zu Ende saniert werden. Das heißt, Bauarbeiten starten im Kurvenbereich am Karl-Marx-Platz, dort wo oben das Schützenheim ist. Sie schließen also nahtlos dort an, wo die Straße schon fertig ausgebaut ist und enden am Karl-Marx-Platz in Höhe der Hausnummer 15, kurz nach dem Spielplatz. Auf dem danach folgenden Reststück bleibt alles beim alten. Derzeit ist auch nicht absehbar, ob, wie und wann der verbleibende Abschnitt erneuert werden kann.

Etappe über 135 Meter

Im Moment konzentrieren sich die Arbeiten im Rathaus in Hecklingen jetzt darauf, was möglich ist. In diesem Jahr soll eine weitere Etappe über 135 Meter ausgebaut werden. Auch in der Kommunalpolitik ist man froh, so scheint es, das Vorhaben weiter anzugehen. Das hat eine Abstimmung im Stadtrat jetzt deutlich gemacht. Bis auf eine Enthaltung stimmten alle Räte einer geänderten Finanzierung der Maßnahme, weil sich die Baukosten erhöhen, zu, auch wenn die Stadt dafür mehr Eigenmittel in die Hand nehmen müsste, wenn nachträglich beantragte Fördermittel nicht bewilligt werden.

Denn das Straßenbild ist mit Schlaglöchern, Rissen und Unebenheiten desolat. Jedes Jahr wurde eine Schadensbegrenzungsreparatur durchgeführt, teilt das Bauamt mit.

Umso erfreulicher sei es, dass die Ausführung der zweiten Etappe jetzt mit Borden, Pflaster und Entwässerungsrinnen analog zum ersten Teil mit einer „einheitlichen Weiterführung“ erfolgen könne.

Parktaschen nicht möglich

Die Straße soll, wenn alles fertig ist, rund fünf Meter breit und die Fußwege zwischen 1,50 und 2,20 Meter breit sein. Fahrbahn und Fußwege sollen zudem durch sogenannte Rundborde getrennt sein, das bedeutet, dass die Bordsteine überfahrbar sein sollen. Denn Parktaschen sind auf der schmalen Straße nicht vorgesehen und möglich. Die vorhandene Straßenbeleuchtung wird neu angeordnet, erneuert und in diesem Zuge auf energiesparende LED-Lampen umgerüstet.

Der Versorgungsträger, also der Wasser- und Abwasserzweckverband „Bode Wipper“ (WAZV) wird im Zuge der Baumaßnahme neue Trinkwasserleitung (TW) und TW-Hausanschlüsse verlegen. Das hat Geschäftsführer Andreas Beyer bereits im Stadtrat in Hecklingen angekündigt.

Aus dem Rathaus heißt es zudem weiter, dass ein neuer Regenwasserkanal von der Dimension DN 300 bis zur Einmündung der Straße Vor dem Tore verlegt werden muss. Derzeit liege im Außenbereich ein 250er Mischwasserkanal, dessen Dimensionierung für die Regenentwässerung nicht ausreichend sei, teilt die Verwaltung mit.