Groß Börnecke

Schulzentrum erhält neue Sprunggrube

Die Stadt Hecklingen will in den nächsten Wochen Reparaturarbeiten am Straßennetz durchführen und eine neue Sprunggrube am Grundschulzentrum „Bördeblick“ in Groß Börnecke errichten. Das beschloss der Stadtrat Dienstagabend im „Stern“.

Von René Kiel 22.07.2021, 16:24
Der Sport ist auch im Grundschulzentrum  ?Bördeblick? in  Groß Börnecke wichtiger Bestandteil des Unterrichts. Nun soll auch die Sprunggrube auf dem Schulsportplatz erneuert werden.
Der Sport ist auch im Grundschulzentrum ?Bördeblick? in Groß Börnecke wichtiger Bestandteil des Unterrichts. Nun soll auch die Sprunggrube auf dem Schulsportplatz erneuert werden. Foto: René Kiel

Hecklingen/Groß Börnecke - Vor der Beschlussfassung musste der Stadtrat noch eine rechtliche Hürde nehmen und die zu beratenden Punkte formell an sich ziehen, denn sie waren nicht zuvor im Haupt- und Finanzausschuss vorberaten worden, wie das die Hauptsatzung des Rates eigentlich vorschreibt.

Als diese Hürde genommen war, konnte die Tagesordnung abgearbeitet werden. Darauf standen drei kleinere Investitionsvorhaben, die der Rat absegnen musste. Als es um den Neubau einer Sprunggrube auf dem Schulsportplatz in Groß Börnecke ging, merkte SPD-Fraktionschef Roger Stöcker an, dass er angesichts der eingeplanten Summe von 20.000 Euro irritiert sei.

„Für das Geld könnten wir eine größere Außenanlage bauen oder eine kleinere Sprunggrube und den Rest für die Feuerwehr einsetzen“, sagte er.

„Wir haben in der Verwaltung mehrere Alternativen besprochen“, sagte der Bau-Fachbereichsleiter Frank Schinke. Er verwies darauf, dass die Anlage derzeit auf fremdem Grund und Boden liege. Aus diesem Grund müsse man dort aktiv werden. Das sei eine Pflichtaufgabe. Geplant seien eine 25 Meter lange Anlaufbahn sowie der dazu passende Sprungkasten. Anfangs habe man die Vorstellung gehabt, dort zwei Anlaufbahnen anzulegen. Doch das habe sich als zu teuer erwiesen, sagte Schinke und fügte hinzu: „Eine Sportanlage gibt es nicht geschenkt.“

Welche Variante ist günstiger?

„Gibt es für diese Anlage Födermittel“, wollte der fraktionslose Stadtrat Mario Schwarz wissen. Eine Prüfung, ob die Kommune mit einem Zuschuss rechnen könne, würde zu lange dauern, sagte Schinke. „Wir sind angehalten, zu sparen, aber auch den Sportunterricht möglich zu machen“, betonte der Ressortchef. Die Verwaltung sei bestrebt, die neue Sprunggrube zum Anfang des neuen Schuljahres herzustellen.

Auf die Kosten eingehend, erinnerte der Fraktionschef der Wählergemeinschaft, Bernhard Pech, daran, dass die Baupreise exorbitant gestiegen seien.

„Bei allen anderen Dingen spielt das Geld keine Rolle und hier bei den Kindern wird diskutiert“, äußerte Cochstedts Ortsbürgermeister und Chef der Fraktion Die Linke/ASH, Wolfgang Weißbart, sein Unverständnis. Für ihn hat die Sache „ein Geschmäckle“. Denn dass an der Schule etwas getan werden müsse, sei im Hecklinger Rathaus schon länger bekannt, sagte er. „Man hätte da schon mal was sagen können, zumal es um die Schule geht. Daraus sollten wir Lehren ziehen“, so Weißbart. Dennoch sollte man jetzt abstimmen.

Wenn mehr Zeit da gewesen wäre, hätte man auch Fördermittel beantragen können, sagte Schneidlingens Ortsbürgermeister Martin Zimmermann (SPD).

Am Ende sprach sich der Stadtrat mehrheitlich für das Projekt aus.