Cochstedt l Nachdem feststeht, dass die Hederslebener Zucht- und Mastbetriebe GmbH Co- KG den Bau ihrer angedachten Mastanlage für 4000 Schweine in Cochstedt aktuell konkret plant, kann die Landkreisverwaltung dazu mitteilen, welche weiteren Voraussetzungen nötig sind. Eine Sprecherin teilte mit, dass die Errichtung eines solchen Schweinemaststalles mit 4000 Mastschweineplätzen einer Genehmigung nach Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) bedarf. „Zusätzlich unterliegt diese Tierhaltungsanlage dem Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung“ hieß es dazu aus der Pressestelle.

Beteiligung der Öffentlichkeit

Ein entsprechendes Genehmigungsverfahren werde mit Öffentlichkeitsbeteiligung durchgeführt. Das bedeutet, erklärt der Landkreis, dass die Bürger im Rahmen der Auslegungsphase die Antragsunterlagen einsehen können und schriftliche Einwendungen erheben können.

Zuständige Genehmigungsbehörde ist das Landesverwaltungsamt des Landes Sachsen-Anhalt, heißt es aus Bernburg.

Die Hederslebener Zucht- und Mastbetriebe GmbH & Co. KG will am Ortsausgang von Cochstedt einen Stall für 4000 Schweine, die dort gemästet werden sollen, bauen. Dafür will das Unternehmen einen großen Teil seiner Altställe einer alten Aufzuchtanlage für 4000 Ferkel abreißen.

Stadtrat stimmte zu

Der Stadtrat hat dem Start der Planungen im November 2017 mehrheitlich mit entsprechenden ersten Beschlüssen (Änderung Flächennutzungsplan, Aufstellung vorhabenbezogener Bebauungsplan) den Weg frei gemacht.

Das Thema polarisiert und sorgte schon für viel Wirbel. Umweltschützer laufen dagegen Sturm, auch im Stadtrat gibt es Gegner, die Belastungen für Cochstedt und die Natur, Mensch und Tier fürchten. Befürworter wie Landwirte sehen Vorteile, weil der Stall weiter weg vom Ort liegen soll. Sie glauben, dass eine neue Abluftreinigungsanlage weniger Gestank mit sich bringt.