Schulsanierung

So langsam wird’s in Staßfurt und Güsten

Licht am Ende des Tunnels bei den Schulsanierungen in Staßfurt und Güsten. Während sich Uhlandschüler bis zum übernächsten Schuljahr (2022/23) gedulden müssen, soll das Schulzentrum Nord bis Ende 2021 fertig werden. Die Güstener können sich nach derzeitigem Baustand bereits auf September freuen.

Von Falk Rockmann
Die gewaltige Dachhaut der Uhlandschule umfasst eine Fläche von insgesamt 1380 Quadratmeter. Mehr als die Hälfte davon – 800 Quadratmeter wird mit Biberschwanz-Ziegeln gedeckt.
Die gewaltige Dachhaut der Uhlandschule umfasst eine Fläche von insgesamt 1380 Quadratmeter. Mehr als die Hälfte davon – 800 Quadratmeter wird mit Biberschwanz-Ziegeln gedeckt. Foto: Falk Rockmann

Staßfurt/Güsten - Nach Anzahl der vergebenen Auftragslose wirbeln die Handwerker in der Staßfurter Grundschule „Ludwig Uhland“ mittlerweile in der zweiten Halbzeit. 13 Lose befinden sich in Umsetzung, zehn müssen noch vergeben werden.

4,8 Millionen kostet das Projekt Uhlandschule

Nach Informationen des Oberbürgermeisters sehe der Bauablaufplan eine Fertigstellung im Februar 2022 vor. Die Eröffnung sei für das neue Schuljahr 2022/2023 geplant, so Sven Wagner (SPD). Erfreut kann er feststellen, dass „die Änderungsanträge der Stadt zur Verlängerung des Projektzeitraums, des Bewilligungszeitraums und zur Abgabe des Verwendungsnachweises“ erfolgreich verlängert wurden.

„Auch der Antrag auf Erhöhung von Fördermitteln ist positiv beschieden worden. Wir erhalten 110 000 Euro zusätzliche Förderung und somit insgesamt 1,4 Millionen Euro.“ Nach derzeitigem Stand werde die Sanierung der Uhlandschule insgesamt 4,8 Millionen Euro kosten, was einen Eigenanteil von 3,4 Millionen Euro für die Stadt ausmacht.

Gemeinschaftsprojekt Nord zum Jahresende fertig

Dass die Schule erst ein halbes Jahr nach Fertigstellung bezogen werden kann, erklärt Stadtpflegebetriebsleiter Ingo Brüggemann mit der zu diesem Zeitpunkt noch in Arbeit befindlichen Gestaltung des Außengeländes. Die Kinder sollen aber auf jeden Fall auch den Schulhof nutzen können.

Für die Sanierung des Plattenbaugebäudes vom Schulzentrum Staßfurt-Nord sind aktuell nur noch zwei Lose zu vergeben, so dass die Fertigstellung im Dezember geplant ist. Hier werden Gesamtkosten in Höhe von 4,7 Millionen Euro erwartet. 1,9 Millionen davon sind Fördermittel. An diesem Gemeinschaftsprojekt sind der Salzlandkreis mit einer Million Euro beteiligt und die Stadt Staßfurt mit einem Eigenanteil von 1,8 Millionen.

Endspurt bei den Ränzelstechern

Derweil läuft auch für das Mehrzweckgebäude Nord alles planmäßig, welches Ende 2021 wieder genutzt werden soll. Am Ende stehen hier voraussichtlich 2,3 Millionen Euro unter der Gesamtrechnung, wovon 830000 Euro durch Fördermittel gedeckt werden und der größeren Teil von 1,47 Millionen Euro aus dem städtischen Haushalt kommen.

Ein Stück weiter vorangeschritten sind die Sanierungsarbeiten für die Grundschule Güsten. Mitte August ist hier der Umzug vom gegenwärtigen Provisorium im ehemaligen „Güst’ner Spatzen“ zurück in die „gute alte Schule“ geplant. Der über 100-jährige Ziegelsteinbau hat sich äußerlich kaum verändert. Umso größer ist die Spannung bei Schülern und Lehrern darauf, was sich innen verändert hat.

Derweil befinden sich im WC-Trakt, den Sekundarschule und Grundschule gemeinsam nutzen werden, die Elektroarbeiten im Endspurt. Im Treppenhaus und in den Klassenräumen des Grundschulgebäudes werkeln unter anderem noch Maler und Fußbodenleger, in der Turnhallen-Umkleide die Elektriker.

Zum Endspurt in Güsten gehören noch die Erneuerung und Teilsanierung der Schulhofeinfriedung während der anstehenden Sommerferien.

Zahlen und Fakten

Die Finanzierung der energetischen Schulsanierung in Staßfurt und Güsten erfolgt größtenteils über Eigenmittel der Stadt beziehungsweise der Verbandsgemeinde Saale-Wipper und wird über das Förderprogramm Stark III von EU und Land unterstützt.

Ursprünglich sollten sowohl die Grundschulen Ludwig-Uhland Staßfurt als auch die Grundschule Güsten 2020 wieder bezogen werden können.

Die Uhlandschüler lernen seit Beginn des Schuljahres 2018/19 in den Räumlichkeiten der ehemaligen Schule Neundorf, die Güstener seit 2019 im einstigen Gebäude der Kita „Güst’ner Spatzen“. Der zum Schulzentrum Staßfurt-Nord gehörende Herrmann-Kasten-Sekundarschule dient ihr ehemaliger Standort in der Michaelisstraße als Ausweichquartier. Die Grundschule wechselte im Haus.

Für die Grundschüler in Güsten sind die Tage im Provisorium gezählt. Mit dem neuen Schuljahr geht's zurück hier in die „gute alte Schule", die von innen nicht mehr wiederzuerkennen sein wird.
Für die Grundschüler in Güsten sind die Tage im Provisorium gezählt. Mit dem neuen Schuljahr geht's zurück hier in die „gute alte Schule", die von innen nicht mehr wiederzuerkennen sein wird.
Foto: Falk Rockmann