Egeln l Der jetzt gestartete Ausbau der Bundesstraße 180 zwischen Schneidlingen und Egeln und die damit verbundene Vollsperrung hat viele Kraftfahrer kalt erwischt. Bürgermeister Reinhard Luckner (UWGE) sprach von einem „Chaos“, weil die Stadt plötzlich vom Durchgangsverkehr abgeschnitten wurde. Sie kann nur noch über die Tarthuner Straße und über die Kreuzung am Netto-Markt angefahren werden. Alle andere Zufahrten sind dicht. Auch die Ascherslebener und die Halberstädter Straße wurden kurzerhand zu Sackgassen erklärt. Ja selbst die rumplige Kreisstraße nach Hakeborn wurde gesperrt.

All das stieß beim Ortsoberhaupt auf Kritik, zumal die Kommune darüber von der Landesstraßenbaubehörde vorher nicht informiert worden war, wie Luckner monierte. Er war bereits am Morgen von einer ortsansässigen Spedition angerufen und um Unterstützung gebeten worden.

Die Hauptamtsleiterin der Verbandsgemeinde Dagmar Witzke sagte, wichtig sei die Einhaltung des Durchfahrtsverbotes für Lkw. Etwas anderes werde die Stadt nicht dulden, fügte sie hinzu. Wie die Ressortchefin ankündigte, wollen die Regionalbereichsbeamten der Polizei für die Egelner Mulde in der Innenstadt verstärkt Kontrollen dazu durchführen. Die Verwaltung habe im Breite Weg inzwischen ein Halteverbotsschild aufgestellt.

Für Verwirrung sorgte in Groß Börnecke gestern ein Umleitungsschild in Richtung Egeln, obwohl der Verkehr über Staßfurt umgeleitet wird.