Vereinsleben

Spülmaschinen- und Corona-fest in Güsten zu neuen Aktionen

Was der Heimatverein Ränzelstecher derzeit ausheckt

Von Falk Rockmann
Die Ränzelstechertasse wird beim Tag der offenen Tür  im August zu haben sein.
Die Ränzelstechertasse wird beim Tag der offenen Tür im August zu haben sein. Foto: Falk Rockmann

Güsten - „Wir sind gut durch die Corona-Zeit gekommen“, teilt Vereinschef Achim Rosenthal erfreut mit, wenn er um die jüngste Mitgliederentwicklung gefragt wird. „Wir haben keinen Schwund zu beklagen. Im Gegenteil, wir sind um drei Mitglieder auf 32 gewachsen.“

Es bot sich genügend Zeit in den vergangenen Monaten, eine umfangreiche Foto-Sammlung zu sichten, zu sortieren und aufzuarbeiten. Immerhin 50 Alben aus der Zeit von 1995 bis 2011, die aus dem Nachlass des Lokführers Hans Köhler stammen.

„Best of“-Ausstellung im Freien geplant

Und die Heimatfreunde haben Pläne geschmiedet. Einer davon ist ein Tag der offenen Tür am 22. August. Mit den Güst’ner Töpferinnen zusammen. Da soll unter anderem Rudi Schnabel sein kürzlich im Salzland-Kurier vorgestelltes Buch signieren.

Wenn alles klappt, wird eine „Best of“-Ausstellung im Freien aufgebaut – unter anderem mit Tafeln, die Amesdorf-Warmsdorfer Geschichte zeigen, mit Exemplaren der Güstener Handwerker-Ausstellung, und und und …

Die Ränzelstecher wollen auch ihre Tasse verkaufen, die ursprünglich schon zum Jubiläumsfest Güstens 2020 verkauft werden sollte. Das Fest ist bekanntlich ausgefallen und von der Stadt auch in diesem Jahr wieder abgesagt worden. Die 200 Tassen – Spülmaschinen-fest, in den Farben der Stadt und mit dem Abbild der Ränzelstecher-Sage – sollen nun also endlich ihre Abnehmer finden. Dieses Souvenir-Projekt wurde übrigens durch die Firma Ehlert unterstützt. Auch Jubiläums-Festschriften werden am 22. August noch einige Exemplare zu haben sein.

Mit der Aufstellung einer Erinnerungstafel zum Standort der einstigen Güstener Synagoge verfolgen die Heimatfreunde ein weiteres Ziel.

Jüst'ner Originale gesucht

Außerdem sind sie auf den Spuren solcher Fragen wie: Wer war Heinz Krüger? Gekommen sind sie darauf durch eine Werbung dieser Firma für Haus- und Küchengeräte, Metalldrückerei, Stanzerei und Schweißerei – gefunden in einem Programm zum Heimatfest der Ränzelstecherstadt Güsten 1957.

„Wir suchen noch Jüst’ner Originale“, zählt Rosenthal ein weiteres Thema auf, an dem man momentan arbeitet. Als Beispiele, die der Nachwelt aufgeschrieben erhalten werden sollen, nennt der Vorsitzende Ammerschuber, Gemüse-Finze, Bimmel-Banse oder den „Polnischen Prinz“. Wer dazu Geschichten oder auch Artikel hat: bitte an den Heimatverein. Dessen Arbeitskreis Geschichte/Eisenbahn trifft sich übrigens wieder jeden ersten Montag im Monat, 16.30 Uhr, in der Heimatstube. Arbeitskreis Kultur ist nach Bedarf.