Blaulicht

Während des Aufhängens von Wahlplakaten: Politiker der Grünen und seine Familie im Salzlandkreis angegriffen - Polizei sucht Zeugen

Wie die Polizei des Salzlandkreises mitteilt, gab es einen Angriff auf einen Kommunalpolitiker der Partei Bündnis 90/ Die Grünen in Bernburg. Durch die Veröffentlichung hoffen die Beamten nähere Hinweise zum Täter.

Von Sebastian Rose 16.09.2021
Ein Politiker der Grünen ist in Bernburg Opfer eines Angriffs geworden.
Ein Politiker der Grünen ist in Bernburg Opfer eines Angriffs geworden. Symbolfoto: dpa

Bernburg - Bereits am 30. August gab es in Bernburg einen Angriff auf einen Kommunalpolitiker der Partei Bündnis 90/ Die Grünen. Auch Wahlplakate wurden beschädigt. "Wir haben erst heute die Pressemitteilung rausgegeben, weil in den Tagen nach der Tag weitere Befragungen von Zeugen stattgefunden haben. Jetzt hoffen wir durch die Veröffentlichung neue Hinweise", erklärt Ingo Reupsch von der Polizei im Salzlandkreis das Vorgehen der Beamten.

Was war vorgefallen? Der Politiker hatte gemeinsam mit seiner Familie zuvor schon beschädigte Wahlplakate ersetzt. "Bei der Durchführung dieser Arbeiten wurde der Geschädigte und dessen Sohn zunächst verbal attackiert und später körperlich angegriffen. In weiterer Folge wurde durch den circa 30-jährigen Täter noch ein Wahlplakat heruntergerissen und zerstört", so die Polizei in der Pressemitteilung.

Schon der zweite Angriff

Wie Ingo Reupsch am Telefon auf Nachfrage der Volksstimme erklärt, sei der Saalplatz in Bernburg gegen 13 Uhr am 30. August sehr belebt gewesen. "Deswegen hoffen wir auch auf viele Zeugen, die genauere Angaben zum Täter machen können", so Reupsch weiter.

Der Angriff auf den Politiker der Grünen ist schon der Zweite auf politische Einrichtungen und Personen in nur wenigen Tagen. Erst in der Nacht zum 15. September gab es einen Angriff auf das AfD-Büro des Schönebecker Landtagsabgeorneten Tobias Rausch. Unter anderem die Drohung "Wir kriegen euch alle" wurde mit schwarzer Farbe auf weißem Untergrund gesprüht. Auch von diesen Tätern fehlt bisher jede Spur.