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Warum der Salzlandkreis verbietet, tagsüber Wasser aus Brunnen zu ziehen

Wasser im Salzland scheint knapp zu werden, das bisherige Sparen reicht wohl nicht. Im Salzland soll der Verbrauch weiter eingeschränkt werden.

05.08.2022, 16:45
Das Pumpen von Wasser aus Brunnen für das Bewässern wird im Salzlandkreis weiter eingeschränkt.
Das Pumpen von Wasser aus Brunnen für das Bewässern wird im Salzlandkreis weiter eingeschränkt. Christoph Soeder/dpa

Staßfurt (am/vs) - Die weiter anhaltende massive Trockenheit, trotz der Niederschläge am Freitag, verschärft die Wassersituation im Salzland. Der Landkreis hat darauf am Freitag, 5. August 2022, mit einem zeitweisen Entnahmeverbot von Grundwasser reagiert. Brunnen dürfen tagsüber nicht mehr genutzt werden, teilte er gestern mit. Verstöße würden mit bis zu 50.000 Euro geahndet. Der Kreis kündigte an, die Einhaltung des Verbots zu kontrollieren.

Das Verbot soll ab kommenden Mittwoch, 10. August 2022, gelten. Von da an darf Wasser aus Brunnen zwischen 8 und 18 Uhr im Salzlandkreis nicht mehr abgepumpt beziehungsweise genutzt werden. Damit solle das Grundwasser-Vorkommen geschont werden, hieß es weiter. Die aktuelle Allgemeinverfügung zum Wasserentnahme-Verbot des Salzlandkreises werde dahingehend erweitert und nächsten Mittwoch im Amtsblatt veröffentlicht. Bereits jetzt gelte der Hinweis, auf die Entnahme von Grundwasser weitestgehend zu verzichten.

Ab 10. August sind laut Kreis dann alle Wasserentnahmen aus Brunnen tagsüber zwischen 8 und 18 Uhr zur Bewässerung öffentlicher und privater Flächen sowie von Sportanlagen, etwa Fußball-, Rasen-, Tennis- oder Golfplätze, innerhalb des Salzlandkreises untersagt. Dies gelte auch dann, wenn für Wasserentnahmen eine gültige wasserrechtliche Erlaubnis vorliege.

„Die Grundwasserstände im Salzlandkreis sinken zunehmend. Das haben die Auswertungen der durch den Gewässerkundlichen Landesdienst erhobenen Daten zu Pegelständen ergeben“, betonte die für Umwelt und Natur zuständige Fachdienstleiterin Stefanie Olsen. „Wir sind uns zwar der Einschränkungen insbesondere für den Breitensport bewusst. Allerdings müssen wir auf die Entwicklung reagieren.“