Pflanzaktion

Wildkirschen für Hecklingen

Hecklingen soll grüner werden und ist es auch schon. Dafür sorgt eine Initiative. Bürger haben fleißig Geld gegeben. Das soll dem Ort noch einmal neue Bäume schenken.

Von Nora Stuhr
Am Ortseingang in Hecklingen steht hier einer von über zehn  Zierkirschbäumen, die 2020 gepflanzt wurden. Das  wird fortgesetzt.
Am Ortseingang in Hecklingen steht hier einer von über zehn Zierkirschbäumen, die 2020 gepflanzt wurden. Das wird fortgesetzt. Foto: Nora Stuhr

Hecklingen - Die Früchte kann man nicht essen. Dafür sind ihre Blüten, bevor sie Früchte tragen, ein echter Hingucker. Wer in Hecklingen in der Staßfurter Straße einfährt, sollte – wenn alles klappt – in paar Jahren im Frühjahr von einem weißen Traum begrüßt werden. Wildkirschbäume, die dort 2020 frisch gepflanzt wurden, hatten jüngst in ihrer Auftakt-Saison die ersten Blüten entwickelt. Das werden noch mehr. Bewachsen haben sich die Kronen jedenfalls bereits.

Der Ort wird damit schon jetzt ein klein bisschen grüner. Und das gefällt natürlich vor allem denjenigen, die dahinter stehen – die Mitglieder einer Initiative. Ins Leben gerufen wurde sie von dem Hecklinger Klaus-Dieter Hartmann. Er startete 2020 eine Spendenaktion, um Geld zum Kauf von Bäumen zu sammeln.

Sammelbüchsen in Hecklingen aufgestellt

„Im Moment sind circa 900 Euro auf unserem Konto. Zum einen sind das Spendengelder der Bevölkerung“, spielt der Hecklinger auf Sammelbüchsen an, die im Ort aufgestellt waren.

Die meisten Einnahmen stammen aber aus dem Erlös selbst genähter Masken. Diese hatte Ortsbürgermeisterin Heidi Hoffmann während des ersten Lockdowns selbst hergestellt. Wer wollte, konnte eine nehmen und dafür spenden. „Es ist wirklich ordentlich was zusammengekommen“, dankt Hartmann den Unterstützern und natürlich Heidi Hoffmann.

Nächste Pflanzaktion in Hecklingen im Herbst

Bleibt zu fragen, wann die Mittel eingesetzt werden und was geplant ist? Hartmann berichtet dazu, dass es eigentlich im Frühjahr 2021 weiter gehen sollte. Doch dann sei aus bekannten Gründen doch nichts daraus geworden. Denn die Aktion will Kinder der Grundschule mit einbeziehen. Die Mädchen und Jungen sollen mit dabei sein, wenn die nächsten Bäume in die Erde kommen.

Jetzt wird erneut ein Ziel ins Visier genommen. Im Herbst, so die Hoffnung der Initiative, können Schüler und Helfer loslegen.

Wo ein weiterer, grüner Fleck im Ort dazu kommt, will Hartmann noch klären. „Das muss ich noch mit der Stadt abstimmen und mit dem Ortschaftsrat und dem Bauausschuss reden.“

Gelände muss noch gefunden werden

Im Bauausschuss arbeitet er selbst auch als beratender Bürger mit. Sicher sei, dass es sich um ein kommunales Gelände handeln werde. Vorschläge hat er sich schon überlegt und möchte diese zu gegebener Zeit vorstellen. Was für Bäume es sein werden, steht für ihn aber schon fest. „Rosa blühende Wildkirschen“, sagt er.

Im vergangenen Jahr wurden neben über zehn der weiß blühenden Wildkirschen auch Feldahornbäume in der Staßfurter Straße gepflanzt. Die Wiese drum herum hat der Stadtbaubetrieb kürzlich gemäht. Die Stämme der Bäume sind aber geschützt. Die Initiatoren der Aktion haben die Halterungen noch mit Kaninchendraht vor schädlichen „Bissen“ geschützt. Disteln und hohes Unkraut, das nah an den Stämmen stand, hat ein freiwilliger Helfer in seiner Freizeit gejätet. Denn die Mäher kommen dort nicht ran.