Einstiges Bürgermeisterhaus Hohenerxleben seit Jahren in der Kritik

Wobau plant 80 000 Euro für Abriss der Friedensallee 8 ein

Von Falk Rockmann

Hohenerxleben l "Die Wohnungs- und Baugesellschaft Staßfurt hat in diesem Jahr 80 000 Euro für den Abriss der Friedensallee 8 eingeplant." Sichtlich erleichtert konnte Ortsbürgermeister Sven Wagner diese Nachricht im Ortschaftsrat Hohenerxleben überbringen.

Jahrelang stand das ruinöse Haus immer wieder in der öffentlichen Kritik. Befindet sich das kommunale Objekt doch an einem Kreuzungspunkt von fünf Straßen mitten im Ort. Die Wohnungsbaugesellschaft Förderstedt als Eigentümerin, die jetzt in der Staßfurter Wohnungsverwaltung aufgegangen ist, sah sich finanziell nie in der Lage, am Zustand des Hauses etwas zu ändern. Es hieß auch immer, dass es keine Interessenten für das große Haus gegeben habe. Das stand viele Jahre ungenutzt. Einst beherbergte es das Gemeindebüro, auch die Bauernstube, den Jugendclub und auch ein Blumengeschäft.

Zuletzt wurden zur Gebäudesicherung die unteren Dachziegelreihen aufgenommen, was die Gemüter der Bürger noch mehr in Wallung brachte.

"Für mich gibt es momentan nichts Wichtigeres, als die Sache nun zu Ende zu bringen", unterstrich Sven Wagner gestern nochmals.

Nach seiner Meinung sei für die jetzige Entwicklung auch das Gespräch mit dem ehemaligen Geschäftsführer der Förderstedter Gesellschaft im Ortschaftsrat wichtig gewesen.