Tierschutz

1000 Euro für Ergreifung des Wolf-Töters

Die Tierrechtsorganisation Peta setzt eine Belohung aus, um den Täter zu ermitteln, der in Klietz einen Wolf erschossen hat.

Stendal l Die Tierschützer der Vereinigung Peta möchten mit einer 1000 Euro-Belohnung die Ergreifung desjenigen honorieren, der Ende der vergangenen Woche bei Klietz einen Wolf erschossen hat. Dies teilte die Tierrechtsorganisation mit Sitz in Stuttgart am Montag mit. Unterdessen ermittelt bereits die Stendaler Staatsanwaltschaft, wie deren Sprecher Thomas Kramer auf Nachfrage bestätigte.  

"Wir hoffen, dass der Mensch aus der Vergangenheit gerlernt hat und die Rückkehrer nicht ein zweites Mal durch Jäger verfolgt und ausgerottet werden", schreibt Peta in einer Presseerklärung. Nachdem die Tiere rund 100 Jahre in Deutschland nicht mehr zu finden waren, gebe es mittlerweile rund 31 Wolfsrudel mit etwa 400 Tieren. Die Peta fordert eine fachkundige und regional unabhängige Ermittlungsbehörde zur Aufklärung illegaler Tötungsdelikte von geschützeten Tierarten, da derartige Tötungsdelikte derzeit so gut wie nie aufgeklärt werden.

Im Fall des bei Klietz am Elbufer getöteten Tieres ermittelt die Stendaler Staatsanwaltschaft. "Das war ein Meisterschuss", sagte Staatsanwalt Kramer. Die Tötung sei von jemandem erfolgt, der "mit einem Gewehr umgehen kann". Der Landkreis Stendal als zuständige Behöre hatte bereits vermeldet, dass das Tier mit einer Jagdwaffe mit zwei Schüssen getötet worden sei. Amtstierarzt Dr. Toralf Schaffer hatte später Anzeige bei der Polizei erstattet. Nach Angaben von Staatsanwalt Kramer sei das Tier mit dem ersten Schuss verletzt und mit einem zweiten "glatten Durchschuss" getötet worden.

Derzeit wird der Wolfskadaver vom Leibnitz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin untersucht, wie die Staatsanwaltschaft bestätigte. Das Institut ist für die Untersuchung von Tötungsvorfällen strikt geschützter Tierarten zuständig.