Welle l Von Birnen gesäumt ist der Weg von Dahlen über Dahrenstedt nach Welle. So liegt es quasi auf der Hand, in Welle den 2. Altmärker Birnentag abzuhalten. Ziel ist es, damit auf historische Birnensorten in der Region aufmerksam zu machen und sie zu erhalten sowie ein öffentliches Bewusstsein für dieses regionale Kleinod zu schaffen.

Brita von Götz-Mohr, Ruth Schwarzer und der Tourismus- und Kulturverein Uchtetal – unterstützt von Oberbürgermeister Klaus Schmotz – wollen diese Veranstaltung nutzen, um über das Projekt „Eine Zukunft für die Birnen in der Altmark“ zu informieren und neue Mitglieder und Mitstreiter zu gewinnen. Angedacht ist, zum Erhalt historischer Birnensorten Baumpatenschaften für Neupflanzungen einzurichten. Weiteres Anliegen ist es, eine langfristige Zukunftsperspektive für die Pflege, Erhaltung und Verwertung der heimischen Birnen aufzubauen.

Nähere Informationen zu diesen Vorhaben sowie über die alten Birnensorten gibt es während des Birnentags am Sonntag, 4. Oktober. Gäste sind von 10 bis 17 Uhr willkommen. Die Baumschule Nauen ist mit seltenen Obstbaumsorten, darunter auch Birnbäume, vor Ort. Angeboten werden altmärkische Köstlichkeiten von Diesdorfer Spezialitäten bis hin zu Marmeladen und Kuchen von Gerlinde Schüler aus Heeren. Kurzum, alles was aus Obst verwertbar ist, wird gezeigt. Rezepte vom Herbstsalat bis zu verschiedenen Birnenkuchen werden vorgestellt. Ruth Schwarzer, die unter anderem mit Pomologenverbänden Kontakt aufnahm, bietet am Vormittag den Bilder-Vortrag „Impressionen aus Birn- und Obstbaumalleen der Altmark“ an. Über „Die Birne – ein königliches Obst“ referiert gegen 13.30 Uhr Gastgeberin Brita von Götz-Mohr. Ab 14 Uhr sind Gäste zur Diskussionsrunde über die Zukunft der Birnbäume in der Altmark eingeladen. Es gilt, gemeinsam Ideen zusammenzutragen, wie die Baumalleen erhalten und das Obst genutzt werden können.

Bilder

Im Rahmen des Altmärkischen Musikfestes findet ab 11.30 Uhr ein Sonntagmittagskonzert statt. Es wird nicht, wie in den Vorjahren üblich, in der Kirche, sondern im Bismarckschen Herrenhaus in Welle erklingen. Das Cello-Quartett-Weimar – das sind junge Musiker, ausgebildet an der Hochschule für Musik in Weimar – spielt ein vielfältiges Programm von Bach bis Gershwin.