Stendal (tp) l Jürgen Soisson ist die Ehrenurkunde des Behindertenbeirates verliehen worden. Er ist der erste Träger dieser Auszeichnung, die er am Mittwochabend vom Beiratsvorsitzenden Marcus Graubner verliehen bekam. Soisson verlässt das Gremium. 1997 gehörte er mit Graubner zu dessen Gründungsmitgliedern. „Ich habe zwei Vorbilder“, verriet Graubner, „Konrad Adenauer und Jürgen Soisson.“ Ihre Festigkeit sei bei beiden die ausschlaggebende Eigenschaft.

Die Gründung war nicht leicht

Soisson lasse sich auch durch die Aufgaben der Zeit nicht irre machen. Mitte der 90er Jahre sei es nicht leicht gewesen, den Beirat als kreisliches Gremium mit Behinderten, Verwaltungsmitarbeitern und Ausschussmitgliedern zu gründen. Nach eineinhalb Jahren Vorbereitungszeit hat sich der Beirat im März 1997 erstmals getroffen. „Du hast viele Themen angestoßen, beispielsweise die Barrierefreiheit“, lobte Graubner. Soisson sei jemand gewesen, der Graubner auch mal die Meinung gesagt habe, was er auch akzeptiert hätte. „Du hast dir den Ruhestand redlich verdient, die Fußstapfen, die du hinterlässt sind allerdings sehr groß“, sagte Graubner zum Abschied.

Für Soisson rückt Jette Förster in den Behindertenbeirat. Sie leitet ab 1. Januar auch die Beratungsstelle des Blinden- und Sehbehindertenverbandes. Dessen regionaler Vorsitzender in der Bezirksgruppe Sachsen-Anhalt Nord bleibt Soisson bis 2017.