Stendal l Mit Begeisterung zogen am Freitag um die Mittagszeit die Viertklässler der Grundschule Nord durch die Stendaler Fußgängerzone. Allen voran zwei Schüler mit Losbüchse und Spendendose, im Schlepptau hatte der Tross einen Bollerwagen mit kleinen Päckchen als Preise. Die anfängliche Scheu, Passanten anzusprechen und sie in die Losbüchse greifen zu lassen, verflog schnell.

600 Lose in der Büchse

Es war der Auftakt der jährlichen Advents­tombola – und die ersten zehn der 600 Lose kaufte gleich Oberbürgermeister Klaus Schmotz. Sein Losglück fiel bescheiden aus, immerhin eins der bunten Papierröllchen brachte ihm einen Gewinn. „Aber dabei sein ist ja alles, und das Geld kommt Kindern in Not zugute“, sagte er zufrieden.

Einnahmen für Kinder auf der Flucht

Die Einnahmen aus dem Verkauf der Lose dieser zum achten Mal stattfindenden Adventstombola und auch der angebotenen Grußkarten fließen in die diesjährige Unicef-Weihnachtskampagne. „Jedes gekaufte Los hilft Kindern, die aus Syrien flüchten mussten und nun in den Nachbarländern darauf warten, wieder nach Hause zu können“, erklärte Unicef-Teamleiterin Sigrid Nellessen. Die Kinderhilfsorganisation kümmert sich unter anderem um die Versorgung mit sauberem Trinkwasser, um Impfungen, Medikamente und Hygienebedarf und richtet Notschulen ein.

Aktion nochmals im Rathaus

Lose für die Aktion gibt es nochmal am 12. und 13. Dezember von 11 bis 18 Uhr am Unicef-Stand im Stendaler Rathaus zu kaufen.