Stendal  l Alle Jahre wieder – das ist nicht nur ein Lied im Repertoire des Altmark-Ensembles Stendal, sondern auch so etwas wie dessen Motto für die Adventszeit und ein Versprechen an die vielen langjährigen und neuen Anhänger des Ensembles. Denn alle Jahre wieder lädt es ein zu einem vorweihnachtlichen Konzert, auch in diesem Jahr mit zwei Veranstaltungen. „Weihnachten – glückliche Zeit“ hieß es am Sonnabend und am Sonntag im Musikforum Katharinenkirche.

Nicht nur mit der Stückauswahl sorgte der Chor des Altmark-Ensembles unter der Leitung von Sebastian Weidenhagen für ein abwechslungsreiches Programm, sondern auch mit den musikalischen Gästen. So wurde der Hauptpart im ersten Teil des Konzertes vom Gemischten Postchor Gardelegen unter der Leitung von Bernd Werner bestritten. Mit Ins­trumentalstücken zu hören waren eine Bläsergruppe der Stendaler Rolandmusikanten unter der Leitung von Stephan Wolter – sie hatte auf der Empore der Katharine Aufstellung genommen – sowie die Ins­trumentalgruppe des Altmark-Ensembles unter Leitung von Volker Günzl. Bei einigen der Beiträge wurden die Sänger von den Instrumentalisten begleitet. Volker Schumann vom Altmark-Ensemble moderierte den Nachmittag.

Gardeleger Gäste

Schon für die Eröffnung hatten sich die Gastgeber etwas Schönes einfallen lassen. Nach dem Intro von den Rolandmusikanten zogen die Damen und Herren, die Frage „Wo ist jetzt bitteschön der Weihnachtsmann?“ singend, in den Konzertsaal ein und gesellten sich auf der Bühne zu den dort wartenden Gardelegern. Mit dem gemeinsamen „Weihnachten, Weihnachten, glückliche Zeit“ ging es so richtig los mit dem Programm, dann überließen die Stendaler aber erst einmal dem Gastchor die Bühne. Mit einer gelungenen Mischung aus traditionellen und moderneren Advents- und Weihnachtsliedern überzeugten die Sängerinnen und Sänger, abgerundet wurde der Auftritt von den Instrumentaleinlagen von Bernd Werner (Klavier) und Peter Grzywotz (Geige). Eine kleinere Gruppe von ihnen setzte mit Bachs „Air“ (dritte Orchestersuite) einen zusätzlichen Farbtupfer im bunten Nachmittagsprogramm.

Nach der Pause hatten dann die Mitglieder des Altmark-Ensembles ausreichend Gelegenheit, ihr musikalisches Können unter Beweis zu stellen. Sie taten dies unter anderem mit einer neu einstudierten Motette, aber auch mit Klassikern wie „Herbei, o ihr Gläubigen“ – hier hatte Ensemblemitglied Anja Wydmuch ihren ersten Soloauftritt des Nachmittags – und „Maria durch ein Dornwald ging“. Hatte der Chor eingangs nach dem Weihnachtsmann gefragt, stellte Renate Schröder mit einem Gedicht von Rolf Krenzer die nächste Frage: Wann fängt Weihnachten an? Die Antworten gaben die folgenden Lieder: Bald, denn „Tannenduft und Kerzenschein“ künden ebenso davon wie der „Einkaufsbummel“, die „Tausend Sterne“ und die „Lichter der Hoffnung“. Viele Besucher werden nach den zwei kurzweiligen Stunden gesagt haben: Jetzt kann Weihnachten kommen, wir sind richtig darauf eingestimmt.