Stendal l Die Freiwillige Feuerwehr Stendal hat in diesem Jahr bereits die meisten Einsätze seit zehn Jahren registriert. Als Wehrleiter Michael Geffers beim letzten Dienstabend am Dienstag die Zahlen präsentierte, war der Stand bereits bei 293. Nach seinem Rückblick auf das Jahr, hatten die Feuerwehrkameraden kaum einen kleinen Imbiss zu sich genommen, als sich der Alarmrufempfänger meldete. Eine Türöffnung wurde zu Einsatz Nummer 294 im laufenden Jahr.

2014 waren es nur 192 Einsätze

Im vergangenen Jahr musste die Wehr nur 192-mal ausrücken. 2011 und 2012 waren es mit 209 und 201 nicht wesentlich mehr Einsätze gewesen. Vor allem bedingt durch das Hochwasser im Juni gab es 2013 wieder mehr Einsätze (291). Die Einsatzhäufigkeit von Mitte der 90er Jahre, die ihren Höhepunkt mit 501 im Jahr 1996 hatte, wurde nicht wieder erreicht. Seit 2003 wurde die 300er Marke nicht mehr überschritten.

Dabei rückt die Feuerwehr nicht nur zu Bränden aus. Einer der größten war am 24. Juni der Wohnungsbrand an der Dr.-Kurt-Schumacher-Straße. 22 Personen wurden aus dem Mehrfamilienhaus gerettet, 14 von ihnen waren durch den Brand verletzt. Das Spektrum reicht von technischer Hilfe bei Verkehrsunfällen bis zur Türöffnung. Die Frauen und Männer bereiten sich darauf in ihrer Freizeit bei zahlreichen Ausbildungen, Schulungen und Übungen vor. Geffers und Oberbürgermeister Klaus Schmotz (CDU) dankten den Kameraden dafür.

Neues Fahrzeug übergeben

Symbolisch wurde bei der Gelegenheit das neue Fahrzeug, HLF (Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug) 20 übergeben. Im kommenden Jahr steht die Neuanschaffung einer Drehleiter an. Dies war nicht der einzige Ausblick auf 2016. Geffers kündigte an, dass am 9. Januar traditionsgemäß Weihnachtsbäume auf dem Gelände der Freiwilligen Feuerwehr an der von-Schill-Straße verbrannt werden.