Video-Link und Termin zum Üben

Die Tanzaktion gegen Gewalt an Frauen und Mädchen „One Billion Rising“ findet weltweit am 14. Februar statt. In Stendal beginnt sie um 11 Uhr auf dem Marktplatz.

Für einen farblichen Gesamteindruck soll jeder Teilnehmer ein rotes Kleidungsstück oder Accessoire dabeihaben (Jacke, Mütze, Schal, Tuch...)

Die Musik und Choreografie nach dem Lied „Spreng die Ketten“ findet man auf der Internetseite des Kreissportbundes als Link zu Youtube: www.youtube.com/watch?v=hv7Fu8o-wXY oder auch unter www.onebillionrising.de

Außerdem wird zum Üben ein einstündiger Workshop angeboten: Er findet am Sonnabend, 16. Januar, um 10.30 Uhr in der Winckelmann-Turnhalle A statt (Turnschuhe mitbringen!).

Weitere Fragen beantwortet Elfi Baumann unter Telefon 03931/56  51  90 oder per E-Mail: elfi.baumann@ tv-popcorn.com

Stendal l Rund 300 Menschen kamen am 14. Februar auf dem Stendaler Marktplatz zusammen, um gemeinsam zu einem Lied zu tanzen. Es war aber nicht einfach irgendeine Spaß-Aktion, sondern hatte einen ernsten Hintergrund: Mit dieser andersartigen Demonstration unter dem Titel „One Billion Rising“ (Eine Milliarde erhebt sich) soll weltweit ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen gesetzt werden.

Jede dritte Frau ist Opfer von Gewalt

Die eine Milliarde ist dabei keine beliebige Zahl, wie die Initiatoren der Aktion auf ihrer Internetseite erklären: „Jede dritte Frau weltweit war bereits Opfer von Gewalt, wurde geschlagen, zu sexuellem Kontakt gezwungen, vergewaltigt oder in anderer Form misshandelt. Jede dritte Frau, das sind eine Milliarde Frauen, denen Gewalt angetan wird…“

"Das war Gänsehaut pur"

Unter den derzeit rund 60 angemeldeten Städten, die sich am 14. Februar 2016 an der Tanz-Demo beteiligen wollen, ist auch wieder Stendal. Das Organisatoren-Trio aus Kreissportbund, Projektgruppe „Gemeinsam gegen Gewalt“ und dem Bündnis für Familien im Landkreis Stendal hat schon zahlreiche Vereine und Schulen angesprochen, die das Lied „Spreng die Ketten“ und die dazugehörige Choreografie einstudieren wollen.

Aktion "One Billion Rising" in Stendal

Die Aktion "One Billion Rising" in Stendal: Es ist eine weltweite Kampagne für ein Ende der Gewalt gegen Frauen und Mädchen. "One Billion Rising" stammt aus dem Englischen und heißt übersetzt "Eine Milliarde erhebt sich".

  • "One Billion Rising" in Stendal

  • "One Billion Rising" in Stendal

  • "One Billion Rising" in Stendal

  • "One Billion Rising" in Stendal

  • "One Billion Rising" in Stendal

  • "One Billion Rising" in Stendal

  • "One Billion Rising" in Stendal

  • "One Billion Rising" in Stendal

  • "One Billion Rising" in Stendal

  • "One Billion Rising" in Stendal

  • "One Billion Rising" in Stendal

  • "One Billion Rising" in Stendal

„In diesem Jahr war Stendal erstmals dabei und es haben 300 Leute mitgemacht, das war Gänsehaut pur“, erinnert sich Elfi Baumann, Frauenwartin des Kreissportbundes. Und es waren nicht nur Frauen und Kinder dabei, sondern auch Männer.

In diesem Jahr schon 600 gemeldete Fälle

Mit der Aktion möchte man das Bewusstsein für die Situation vieler Frauen auf der ganzen Welt schaffen. Denn Gewalt gegen Frauen und Mädchen sei kein alleiniges Phänomen der arabischen Welt und habe auch nichts mit Religion zu tun, wie Birgit Hartmann, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises, erklärt. „Solche Gewalt passiert auch hier in Deutschland, allein in diesem Jahr hatten wir im Landkreis schon 600 gemeldete Fälle.“

Und genau dagegen wollen sich die Teilnehmer von „One Billion Rising“ tanzend wenden, als eine Art „globaler Streik, eine Einladung zum Tanz als Ausdruck unserer Kraft, ein Akt weltweiter Solidarität“.

Video zum Üben

Dass eine solche Aktion geeignet ist, die Menschen für dieses Thema zu sensibilisieren, davon ist Christel Stoldt von der Kriminalitätsopfer-Hilfe „Weißer Ring“ in Stendal überzeugt. „Allein, dass im vorigen Jahr so viele Menschen auf den Markt kamen, zeigt uns, dass wir etwas bewegen können. Und am 14. Februar werden wir Handzettel verteilen mit Fakten und Informationen zu Gewalt an Frauen. Das gibt den Leuten die Möglichkeit, sich zu Hause in Ruhe damit zu beschäftigen.“ Zudem würden sich auch die Schulen, die jetzt schon angesprochen wurden, vorab mit der Thematik auseinandersetzen.

Zum Üben der Choreografie – übrigens dieselbe wie in diesem Jahr – wird übrigens ein einstündiger Workshop im Januar angeboten und es gibt Links zu Videos (siehe Infokasten). Als alle Teilnehmer vereinendes Element soll in Stendal diesmal die Farbe Rot ins Spiel gebracht werden. Elfi Baumann: „Wer eine rote Jacke hat oder einen Schal, eine Mütze, ein Tuch – bitte am 14. Februar anziehen oder mitbringen.“