Stendal l So viele Volkswagen auf einem Haufen sieht man sonst nur in Wolfsburg. Doch für drei Tage ist an diesem Wochenende der Flugplatz Borstel das Zentrum der VW-Fahrer und -Freaks. „Es ist der offizielle Saisonauftakt der VW- und Audi-Szene“, sagte Projektkoordinator Marco Thillmann. Bereits zum dritten Mal findet das Treffen in Stendal statt, das zuvor die Volkswagenfreunde nach Wittenberge zog. „Die Location hat sich bewährt“, stellte Thillmann fest. In diesem Jahr werde die Veranstaltung noch mit dem Zusatz „ehemals Wittenberge“ beworben, aber ab dem kommenden Jahr dürfte Stendal auch als Standort etabliert sein.

Teilnehmer aus allen Teilen Deutschlands

Einbußen bei den Teilnehmerzahlen mussten die Veranstalter durch den Umzug nicht hinnehmen. Sie rechnen mit über 4000 Teilnehmern, die rund um den Flugplatz campen. Der größte Teil kommt aus dem Norden, aber auch aus anderen Teilen Deutschlands hat man sich auf den Weg in die Altmark gemacht. „Ich habe sogar auch österreichische Kennzeichen gesehen“, ergänzte Thillmann.

Im Mittelpunkt stehen neben dem Schauen und Austauschen auch mehrere Wettbewerbe. Beim Sprintrennen über die Viertelmeile werden etwa 100 Starter dabeisein. Während es bei ihnen auf die Geschwindigkeit ankommt, zählt bei Show & Shine die Optik. Rund 150 Fahrzeuge werden etwas Tolles fürs Auge bieten. Ums Hingucken geht es auch bei der Freestyle Motocross Show. Chef der Truppe ist Robert Naumann, der seit über zehn Jahren Luftakrobatik mit Motorrädern vorführt. „Ich bin in ganz Europa unterwegs“, erzählte er. 25 bis 30 Shows seien es pro Jahr. Klar habe er auch schon Unfälle gehabt. Die Liste der Verletzungen liest sich fast wie ein Anatomiebuch: Handgelenk, Schlüsselbein, Schulter, Knie, Fuß. Ans Aufgeben hat er aber dennoch nie gedacht. „Dass du crashst, ist ganz normal“, entgegnete er ganz locker.

Bilder

Außergewöhnliche Spaßautos dabei

Locker drauf waren auch Jan Lemburg und seine Freunde aus Kiel und Umgebung, die am Freitag angereist kamen. „Wir sind schon zum sechsten Mal dabei, in Stendal also schon seit Anfang an“, sagten sie. Anschauen werden sie sich sicherlich auch den Fun-Car-Wettbewerb. „Da gibt es zum Beispiel einen VW-Bus als Cabrio und einen Renault Twingo auf Treckerreifen“, nannte Thillmann zwei Beispiele. Renault? „Na ja, einzelne Vertreter von Fremdfirmen sind geduldet“, meinte er schmunzelnd.