Stendal l Das Theater der Altmark bringt das Schauspiel „Foxfinder“ von Dawn King in einer Inszenierung von Cordula Jung auf die Bühne. Premiere ist am Sonntag, 15. Januar, um 18 Uhr. Die kafkaeske Geschichte spürt den Mechanismen des Totalitarismus nach und zeigt, wie schnell eine Gesellschaft manipuliert werden kann.

Die skurrile Handlung spielt in einem Land, das sich abgeschottet hat. Die Bürger müssen einen Produktionsplan erfüllen. Es herrscht Angst. Ausgerechnet dieses Jahr läuft gar nicht gut für Samuel und seine Frau Judith: Ihr Sohn ist im Frühjahr ums Leben gekommen, das Wetter ist schlecht, und die Ernte droht nicht nur hinter den Vorgaben zurückzubleiben, sondern nahezu ganz auszufallen. So kommt, was kommen muss: Die Regierung schickt jemanden, der auf dem Hof nach dem Rechten sehen soll – einen Foxfinder.

Regierung verfolgt rigoros

Denn die Schuld an einer solchen Häufung von Unglücken kann nur eines bedeuten: Ein Fuchs treibt sein Unwesen. Füchse, auch wenn sie schon lange nicht mehr direkt gesehen wurden, sind der Keim allen Übels; sie verwirren die Sinne der Menschen, bringen das Triebhafte zum Vorschein und töten kleine Kinder. Es gibt kaum eine negative Eigenschaft, die dem Fuchs nicht nachgesagt wird.

Kritik an der Propaganda ist gefährlich. Rigoros verfolgen die Regierung und ihre Foxfinder staatsgefährdende Umtriebe. So geraten auch Samuel und Judith in einen gefährlichen Strudel beklemmender Verhöre, Hausdurchsuchungen und Verdächtigungen, als das totalitäre System beginnt, seine Macht zu demonstrieren. Ein Albtraum beginnt …

In der Titelrolle ist Carsten Faseler zu sehen. Mit ihm spielen Michaela Fent, Linda Lienhard und Thomas Weber.

Karten für das Stück können unter Tel. 03931/63 57 77 oder auf www.tda-stendal.com bestellt werden