Rochau l Mit Dirk Zeidler und Uwe Großpietsch bewarben sich zwei Kandidaten um das Ehrenamt des Bürgermeisters der Gemeinde Rochau, die beide schon einmal die Geschicke der Kommune lenkten beziehungsweise lenken. Dem derzeit amtierenden Bürgermeister Uwe Großpietsch ist es nicht gelungen, für weitere sieben Jahre im Amt zu bleiben. Die Wähler sprachen sich gestern mehrheitlich für Dirk Zeidler aus, der schon vor Großpietsch das Bürgermeisteramt inne hatte, aus privaten Gründen aber damals vorzeitig aus diesem Amt ausschied.

Mit 331 Stimmen, das entspricht 60,5 Prozent, konnte Dirk Zeidler die Wahl für sich entscheiden. Auf seinen Gegenkandidaten fielen 216 Stimmen. Damit gaben Großpietsch 39,5 Prozent der wahlberechtigten Einwohner ihre Stimme.

Nachdem das vorläufige Wahlergebnis durch die Wahlkommission bekannt gegeben wurde, gratulierten Wahlhelfer und Einwohner, die zur Stimmenauszählung erschienen waren, Zeidler zum Sieg. Gratulation gab es auch vom Gegenkandidaten. „Ich freue mich, dass ich gewonnen habe. Ich muss aber auch sagen, dass Uwe Großpietsch eine gute Arbeit geleistet hat“, erklärt der Wahlsieger.

Amtsantritt am 1. Januar 2016

Bis Zeidler die Angelegenheiten der Gemeinde Rochau in die Hand nehmen wird, werden aber noch einige Wochen vergehen. Der Amtsantritt ist am 1. Januar 2016. Bis dahin wird sich Zeidler einarbeiten, wie er gegenüber der Presse erklärte. Schließlich hat sich seit seinem Ausscheiden aus dem Bürgermeisteramt einiges verändert. Mittlerweile entstand per Gebietsreform die Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck. Damit wurde auch die Gemeinde Rochau um die Ortsteile Klein Schwechten, Häsewig und Ziegenhagen erweitert. Das neue Gemeindeoberhaupt möchte für alle Generationen in allen Ortsteilen ein attraktives Dorfleben gestalten, ohne dass dabei die Eigenständigkeit der einzelnen Orte verloren gehe.

Zufrieden ist die Wahlkommission mit der Wahlbeteiligung. Reges Interesse am Urnengang zeigten die Einwohner aus Rochau und Schartau. Im Rochauer Wahllokal gingen 72,24 Prozent der wahlberechtigten Einwohner an die Urne. In Klein Schwechten machten 45,39 Prozent von ihrem Stimmrecht Gebrauch. Insgesamt lag die Wahlbeteiligung bei 60,4 Prozent. „Für Rochau ist das ein sehr gutes Wahlergebnis. Eine so gute Wahlbeteiligung gab es hier schon lange nicht mehr“, erinnert sich Zeidler.

Das Wahlergebnis ist ein vorläufiges. Morgen tagt ab 17.30 Uhr der Wahlausschuss im Goldbecker Verwaltungsamt. Dann wird das endgültige Wahlergebnis festgestellt.