Lüderitz (ds) l Sie zerstachen die großen Reifen und beschädigten die Tanks der Traktoren. Unbekannte Täter hatten es am Wochenende auf die A14-Baustelle bei Lüderitz abgesehen. Ein Bauleiter entdeckte nach Angaben der Polizei am Sonntag (18. Oktober) die Schäden an den Maschinen zweier Lohnunternehmen.

Wie die Polizei mitteilte, müssen die Unbekannten in der Nacht zu Sonntag an ihr unheilvolles Werk gegangen sein. Von gleich fünf Traktoren mit Mulde sowie einem Radlader wurden die Reifen zerstochen. Hinzu kommt ein beschädigter Tank, sodass sich die Schadenssumme auf einen hohen fünfstelligen Euro-Bereich beläuft.

Belohnung ausgesetzt

Kevin Braune, einer der betroffenen Lohnunternehmer, beziffert die Schadenssumme genauer: 70.000 Euro. "So ein Reifen kostet schnell mehrere Tausend Euro", berichtet er im Gespräch mit der Volksstimme. Noch am Sonntag veröffentlichte Braune einen Facebook-Post, in dem er von der Tat berichtet. Gemeinsam mit der zweiten betroffenen Firma setzt Braune nun eine Belohnung "für den entscheidenden Hinweis zur Ergreifung der Täter" in Höhe von 5000 Euro aus.

"Heute haben wir den Reifendienst da", berichtete der Lohnunternehmer der Volksstimme, dass zügig weiter gearbeitet werden könne. "Aber es bleibt die Unsicherheit, dass in der nächsten Nacht wieder etwas passiert", hat Kevin Braune ein mulmiges Gefühl. Wer also Hinweise zur Tat geben kann, kann sich unter 0163/258 13 82 bei Braune melden.

Diesel ausgelaufen

Neben dem Schaden an den Fahrzeugen kam es fast noch zu einem größeren Umweltschaden. Die Feuerwehr musste am Sonntag zum Tatort ausrücken, um ausgelaufenen Dieselkraftstoff zu binden. Die Polizei geht nach den ersten Ermittlungen davon aus, dass die Täter mit einem eigenen Fahrzeug die Baustelle aufsuchten.

Wer bei den Beamten Angaben zur Tat machen kann, und in der Zeit von Samstag zu Sonntag verdächtige Personen oder Fahrzeuge gesehen hat, wird gebeten, sich im Polizeirevier Stendal unter Telefon 03931/6850 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.