Altmark

A14: Landrat will Umweltaktivisten und Baumbesetzer aus Wald bei Stendal vertreiben

Arbeitsgruppe wurde mit derDurchsetzung der notwendigen Schritte beauftragt. Zudem arbeitet der Kreis eng mit Behörden des Landes und der Polizei zusammen.

Umweltaktivisten haben in einem Wald bei Stendal in der Altmark „Baumhäuser“ errichtet und fordern den Stopp des Weiterbaus der A14 in Richtung Norden.
Umweltaktivisten haben in einem Wald bei Stendal in der Altmark „Baumhäuser“ errichtet und fordern den Stopp des Weiterbaus der A14 in Richtung Norden. Foto: Ralf Franke

Stendal/Seehausen (vs). Der Landrat des Kreises Stendal, Patrick Puhlmann (SPD), kritisiert die Umweltaktivisten im Seehäuser Forst scharf. In einer Pressemitteilung teilt er mit: „Die Teilnehmer der Protestaktion verstoßen mit der Initiative gegen eine Vielzahl von gesetzlichen Regelungen. Nicht zuletzt wohl auch gegen Bestimmungen des Infektionsschutzgesetzes.“

Umweltaktivisten haben in dem Privatwald „Baumhäuser“ errichtet und fordern den Stopp des Weiterbaus der A14 in Richtung Norden. Puhlmann sagt zu den Zielen der Gruppe: „Die Entscheidung zum Bau der A14 ist vor Jahrzehnten demokratisch getroffen worden. In unzähligen Klageverfahren wurden die Rechte von Betroffenen geklärt. Der Fertigbau rückt endlich in greifbare Nähe. Jetzt darf es nicht sein, dass eine kleine Gruppe wieder alles in Frage stellt. Wenn ich mir die Äußerungen von Teilen der Gruppe anschaue, entsteht klar der Eindruck, dass es um ganz andere, nämlich deutlich radikalere Ziele geht, als um die A14 Verhinderung. Ich sehe die Gefahr, dass durch solche Aktionen auch diejenigen in Verruf kommen, die sich ernsthaft und nachhaltig für eine neue Mobilität einsetzen. Der Landkreis wird alle zur Verfügung stehenden rechtlichen Mittel gegen die Besetzung einsetzen.“

Der Landrat habe eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die mit der rechtlichen Wertung und Durchsetzung der notwendigen Schritte beauftragt ist. Zudem arbeite der Kreis eng mit Behörden des Landes und der Polizei zusammen.

Seit dem 23. April haben sich Umweltaktivisten in dem Wald bei Seehausen festgesetzt. Es sind Frauen und Männer, die aus allen Ecken Deutschlands stammen.